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Napp soll sich aus der Tagespolitik raushalten

Altbürgermeister Herbert Napp tritt neuerdings als „Unterhändler" des Rennvereins auf. Wir halten das für keine glückliche Wahl.

Die Medienberichte, nach denen Altbürgermeister Herbert Napp vom Neusser Reiter- und Rennverein (NRRV) mit einem Verhandlungsmandat ausgestattet wurde, irritieren uns. Am kommenden Dienstag muss der NRRV im Beteiligungsausschuss ein tragfähiges Konzept vorstellen. Bereits drei Mal war dem Verein das nicht gelungen. Die SPD-Fraktion hat erhebliche Zweifel, dass dies nun anders sein wird. Wir halten es für keine glückliche Wahl, dass nun auch noch Altbürgermeister Herbert Napp als „Unterhändler des NRRV“ auftritt.

Fehlinvestition von 8 Mio. Euro

Zur Erinnerung: Vor ziemlich genau zehn Jahren hat der Rat das heutige „Haus am Rennbahn-Park“ in Auftrag gegeben. Beschlossen wurde das mit den Stimmen von CDU und FDP auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Napp. Schon vor der Eröffnung sahen sich die damaligen Initiatoren des Bauwerks heftiger Kritik ausgesetzt. Zum Beispiel Ex-CDU-Fraktionschef Bernd Koenemanns als Berater des NRRV. Bei allen Fachleuten des Galopprennsports ist damals der Eindruck entstanden, der ausführende Architekt habe nie zuvor eine Rennbahn gesehen. Maßgeblichen Anteil an der Acht-Millionen-Fehlinvestition auf der Rennbahn hat nach unserer Einschätzung auch Altbürgermeister Napp.

 

Schlechte wirtschaftliche Lage

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Arno Jansen weist weiter darauf hin, dass sich bereits im Herbst 2002 die wirtschaftliche Situation des NRRV derartig verschlechtert habe, dass in der Folge die Stadt die Annuitätenzahlungen der Kredite für die Finanzierung der Flutlichtanlage und der Allwetterbahn in Höhe von rund 195.000 Euro jährlich übernehmen musste. Altbürgermeister Napp habe somit während seiner aktiven Dienstzeit mindestens 13 Jahre lang Zeit gehabt, den Rennverein zu stabilisieren und zukunftsfähig zu machen.

„Mir ist schleierhaft, wie ihm nun in seiner Freizeit das gelingen soll, was ihm in 13 Jahren aktiver Dienstzeit nicht gelungen ist“, meint Jansen. Es sei zudem eine Frage des Stils, ob man sich als ehemaliger Amtsinhaber wieder in die Tagespolitik einmische oder es nicht andere, ausfüllende Tätigkeiten für einen Altbürgermeister gebe. Jansen stellt dazu fest: „Bei Stilfragen hatte der Altbürgermeister auch in der Vergangenheit nicht immer ein glückliches Händchen.“

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