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Rennbahn: Pachtvertrag nicht verlängern

Wir sehen keine Zukunft mehr für den Neusser Reiter- und Rennverein (NRRV). Die Rennbahn könnte als Central Park weiterentwickelt werden.

Wir sehen keine Zukunft mehr für den Neusser Reiter- und Rennverein (NRRV). „Zum wiederholten Mal präsentiert uns der NRRV den immer gleichen Vorschlag“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Arno Jansen. „Der Verein will alle Lasten aus dem defizitären Rennbetrieb beim Steuerzahler abladen. Wir werden diese endlose Subventionierung nicht mehr mitmachen“, sagt Arno Jansen.

Daher wird die SPD am 7. Dezember in der Gesellschafterversammlung von Neuss Marketing die ordentliche Kündigung des Pachtverhältnisses beantragen. Das hat unsere Stadtratsfraktion am Samstag einstimmig so beschlossen. Zuvor haben wir uns von Jürgen Sturm, dem Geschäftsführer von Neuss Marketing, nochmal alle Optionen darlegen lassen.

Der Status Quo des Galoppsports

Derzeit hat der Reiter- und Rennverein das vertraglich vereinbarte Recht auf die Durchführung von bis zu 20 Galoppsport-Veranstaltungen im Jahr. Darüber hinaus bestehen Miet- und Pachtverträge zwischen dem Verein und Neuss Marketing für Teile des Rennbahngeländes. Im Gegenzug soll der NRRV den Rennbahnpark pflegen und unterhalten. Der NRRV muss daher kein Geld an die Stadt oder Neuss Marketing zahlen. „Immer wieder ist der Verein seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen“, sagt Arno Jansen. So ist der eigentlich für die Bürger gedachte Innenbereich der Rennbahn häufig nicht zugänglich, obwohl der NRRV dazu verpflichtet ist. Überhaupt ist der Galoppsport in der Krise. Zu den Renntagen kommen nur noch wenige Zuschauer.

NRRV will Unterstützung vom Steuerzahler

Der NRRV hat daher einen Vorschlag zur Weiterführung des Galoppsports vorgelegt. Dieser sieht ausschließlich Verschlechterungen für Neuss Marketing und damit für den Steuerzahler vor. Jürgen Sturm stellte am Samstag dar, welche zusätzlichen Belastungen auf den Steuerzahler durch die Vorschläge des NRRV zukämen. „Das können wir nicht verantworten. Bis heute fehlt ein verbindliches Konzept, wie der Rennbetrieb wieder attraktiver gestaltet werden kann.“, erklärt SPD-Fraktionsvize Sascha Karbowiak, der selbst Hobbyreiter ist.

Unsere Vision für die Zukunft der Rennbahn

Wir haben aber bereits eine Vision für die Zukunft der Rennbahn. „Schon im Juli haben wir bei einem Infostand Ideen gesammelt, wie das Areal im Sinne der Neusser Bevölkerung weiterentwickelt werden könnte“, sagt Sascha Karbowiak. Das Areal könnte als eine Art „Neusser Central Park“ weiterentwickelt werden. Auch für ein Zentrum der TG Neuss und eine Multifunktionshalle wäre hier Plätz, in der Neusser Sportvereine ein Zuhause finden und in der auch Nutzungsmöglichkeiten für Kulturveranstaltungen bestehen. „Beides wurde auf dem Sportgipfel schon sehr positiv diskutiert“, sagt Sascha Karbowiak.

Foto: Stadt Neuss

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