Wirksame Verbesserungen für die Lebensbedingungen der Mieter der LEG-Wohnungen in Erfttal durch einen gemeinsamen Antrag der demokratischen Parteien und Betroffenheit über die Schilderungen vieler Anwesender. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer Dialogveranstaltung, die wir als SPD Neuss initiiert haben. Knapp 50 langjährige Mieter der LEG-Wohnungen auf der Euskirchener Straße sind der Einladung gefolgt – und gaben einen schonungslosen Einblick über ihre Lebensbedingungen in den Wohnungen und ihre Erfahrungen mit der LEG. „Die identischen Schilderungen der Mieter haben uns betroffen und auch wütend gemacht – und wir haben uns parteiübergreifend verpflichtet, kontinuierlich an Verbesserungen zu arbeiten“, erklärt unser SPD-Fraktionsvorsitzende Sascha Karbowiak.
Ausgefallene Heizungen, Schimmel und keine Schadensbehebungen
Bei der Dialogveranstaltung im „Kontakt Erfttal“, an der auch Vertreter des Mietervereins NRW teilnahmen, gab es gravierende Kritik an der LEG. Regelmäßige und gravierende Schimmelbildungen an den Wohnungswänden, die an das Treppenhaus angrenzen, nicht funktionierende Meldewege oder nicht eingehaltene Termine der LEG – und das in vielen Fällen dokumentiert über Bilder, E-Mails oder Telefonanrufe. „Besonders schockierend: Die Vertreter des Mietervereins berichteten über nahezu identische Schilderungen in anderen Städten, in denen die LEG größere Hochhäuser besitzt“, erklärt Heinrich Thiel als unser Parteivorsitzender und designierter Landtagskandidat.
Zentrale Anlaufstelle bei der Stadt Neuss für LEG-Mieter
Um die Lebensbedingungen für die Mieter verbessern zu können, beantragen wir als SPD Neuss zusammen mit der CDU, den Grünen und der FDP in einem Antrag die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für die Mieter. „Wir möchten erreichen, dass Bürgerinnen und Bürger Schäden wie Schimmelbildungen direkt an die Stadt Neuss melden können, damit diese anschließend die Kommunikation mit der LEG übernimmt“, erklärt Sascha Karbowiak. Denn bei der Dialogveranstaltung gab es Lob für das verschärfte Vorgehen der Stadt gegen die LEG. Mehrere Anwesende schilderten, dass die Stadt Begehungen durchgeführt hat und gemeldete Schäden zeitnah behoben wurden. „Das zeigt, dass man mit vereinten Kräften Verbesserungen erreichen kann“, sagt Heinrich Thiel. Die Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass die Betroffenen der Stadt Schäden auch tatsächlich melden.
Verbesserungen für Sperrmüll und Kurzzeit-Parkplätze
Darüber hinaus möchten die Parteien an Verbesserungen für die Sperrmüll-Probleme arbeiten. Denn anders als in anderen Wohngebieten dürfen die Mieter ihren Sperrmüll nicht bei der AWL anmelden, sondern müssen Boxen der LEG nutzen. „Diese Boxen sind dann aber regelmäßig abgeschlossen, was zu Sperrmüll-Ansammlungen führt, die dann erst nach längerer Zeit abtransportiert werden“, erklärt Jürgen Fells als zuständiger Stadtverordneter der CDU Neuss. Deswegen soll die Stadt Neuss gemeinsam mit der LEG und der AWL an Verbesserungen arbeiten. Und auf Wunsch vieler Mieter soll geprüft werden, ob im Umfeld der LEG-Häuser einige Kurzzeitparkplätze eingerichtet werden können.
Regelmäßige Wiederholung und parteiübergreifende Zusammenarbeit
Edona Tahiri vom SPD-Ortsverein Neuss-Süd kündigte bei der Dialogveranstaltung an, dass man den Austausch mit den Mietern regelmäßig wiederholen wird und auch bei anderen Themen parteiübergreifend an Verbesserungen arbeiten möchte. „Das haben wir uns nach der Kommunalwahl vorgenommen und das setzen wir jetzt auch in die Tat um“, sagt Edona Tahiri. Und Jürgen Fells pflichtet ihr bei: „Wir werden jetzt im ersten Schritt so lange dranbleiben, bis sich die Lage in den LEG-Häusern spürbar verbessert“.




