Hintergründe zum Damwild-Aus: Wie es jetzt weiter geht

Der Rat der Stadt Neuss hat diesen Freitag einstimmig beschlossen, dass das Damwild aus dem Selikumer Tierpark in die Eifel umzieht. Unser Vorschlag für die künftige Nutzung des Geheges: Alpakas.

Einstimmig wurde es am Freitag im Stadtrat beschlossen: Das Damwild im Waldgehege in Selikum siedelt in die Eifel über. Nach dem zweiten Weltkrieg erbaut, erfreute das Gehege im nahen Waldgebiet des Kinderbauernhofs viele Generationen kleiner und großer Besucher. Nun zieht die bestehende Sippe von 42 Tieren noch vor der Paarungszeit im Frühjahr in den Eifler Wildpark in Hellenthal um. „Die geltenden Gesetze erfordern, dass die Tiere regelmäßig geschossen werden müssen, damit die Herde nicht zu groß wird“, erklärt Dietmar Dahmen als unser SPD-Stadtverordneter für Reuschenberg. Durch die andauernden Proteste haben sich zuletzt keine Jäger mehr gefunden, die das durchführen wollten. 

Umweltausschuss entscheidet über zukünftige Nutzung 

Der Schritt der Stadtverwaltung kommt auch nicht überraschend. Seit 2021 diskutiert der Stadtrat regelmäßig über die Zukunft des Damwild-Geheges. Hintergrund waren schon damals die Überpopulation im Gehege und die regelmäßigen Proteste bei den notwendigen Abschüssen. Seinerzeit hatte der Stadtrat beschlossen, dass das Gehege so lange erhalten bleibt, wie es ohne Probleme betrieben werden kann. Und hierfür wären auch regelmäßige Abschüsse notwendig, für die sich jedoch keine Jäger mehr fanden. 

Nach Aussage der Stadtverwaltung ist der Betrieb so nicht mehr möglich. Daher haben wir im Stadtrat wie alle anderen Parteien zugestimmt, dem Damwild eine neue Heimat in der Eifel zu geben. Die zukünftige Nutzung des Geheges besprechen wir im kommenden Umweltausschuss am 6. Mai und im Bezirksausschuss. „Mit dem aktuellen Beschluss des Rats ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen, über eine nachhaltige Nachnutzung zu entscheiden“, sagt Dietmar Dahmen. 

Wie könnte die Anlage künftig genutzt werden? 

Mehrere Ideen sind zurzeit in der Diskussion. Etwa eine erste Schonzeit zur Renaturierung des Bodens. Die Verwaltung schlägt ein pädagogisches Konzept mit Waldziegen vor. „Wichtig ist für die Menschen in Reuschenberg und Selikum, weiterhin Tiere in freier Wildbahn beobachten zu können”, so Dietmar Dahmen. Daher haben wir als SPD auch noch einen eigenen Vorschlag: Alpakas. „Alpakas sind sanfte und neugierige Wesen, die eine beruhigende Wirkung auf Menschen haben”, sagt Dietmar Dahmen. Wir bleiben für Euch dran und freuen uns über jeden Vorschlag, den wir in die anstehenden Beratungen mitnehmen sollen. 

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