Die Stadt Neuss soll sicherstellen, dass Asylbewerber gemeinwohlorientierte Arbeit übernehmen, etwa in der Grünpflege oder in anderen geeigneten Bereichen. Dafür setzt wir uns als SPD Neuss mit einem Antrag im Haupt-, Sicherheits- und Gleichstellungsausschuss ein.
„Es muss auch in unserer Stadt möglich sein, dass Asylbewerbern Arbeitsmöglichkeiten angeboten werden oder sie im ersten Schritt gemeinwohlorientierte Tätigkeiten übernehmen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeister Sascha Karbowiak.
Bislang keine Umsetzung in der Stadt Neuss
Hintergrund des Antrags ist eine Mitteilung der Stadt Neuss im Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration. Darin hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass aus personellen Gründen zurzeit keine Möglichkeit besteht, für erwerbsfähige Asylbewerber Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Begründet wird das mit Beispielen aus anderen Städten, wo beispielsweise eigenes Personal für den Aufbau und die Pflege einer Art „Stellenbörse“ eingestellt werden musste. „Aber dann muss man bei uns in Neuss eben ein eigenes Modell umsetzen und beispielsweise Arbeitsmöglichkeiten in der Grünpflege oder bei der AWL schaffen“, sagt Sascha Karbowiak. Bei einem einheitlichen Einsatz innerhalb einer Stelle innerhalb der Stadtverwaltung müsste der personelle Aufwand seiner Ansicht nach deutlich verringert werden können.
Aktuell 20 erwerbsfähige Asylbewerber in Neuss
In ihrer Mitteilung weist die Stadt darauf hin, dass aktuell 20 Personen die Vorgaben aus dem Asylbewerberleistungsgesetz erfüllen. Sie können also grundsätzlich einer gemeinwohlorientierten Arbeit oder einer anderen Tätigkeit nachgehen. Trotzdem ist es der Stadt bislang nur gelungen, eine einzige Person in entsprechende Arbeitsgelegenheiten zu vermittelt. „Warum sollte es uns nicht gelingen, diesen Menschen im ersten Schritt in der Grünpflege oder bei der AWL Neuss eine entsprechende Tätigkeit zu schaffen?“, fragt Sascha Karbowiak. Auch vor dem Hintergrund, dass der Zustand der Grünflächen in den vergangenen Jahren ein häufiger Kritikpunkt bei den Neusserinnen und Neussern gewesen ist.
Förderung der Integration und Erhöhung der Akzeptanz
Arbeitsgelegenheiten dieser Art bieten nicht nur die Chance, einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Sie fördern auch die Integration und den Spracherwerb. „Und ganz besonders wichtig: Es würde meiner Ansicht nach insbesondere in der aktuellen Zeit auch die Akzeptanz und das gegenseitige Verständnis in der Bevölkerung deutlich erhöhen“, sagt Sascha Karbowiak. Als SPD Neuss freuen wir uns, dass unser Antrag im Haupt- und Sicherheitsausschuss beschlossen wurde. Wir möchte im Laufe des Jahres nun einen ersten Bericht über die Umsetzung erhalten.




