Das Damwildgehege im Selikumer Wald steht vor einem spannenden Neuanfang. Der Stadtrat hat im März einstimmig beschlossen, dass die 42 Tiere aus dem Selikumer Gehege in den Wildpark Hellenthal in der Eifel umziehen. „Hintergrund waren vor allem die seit Jahren bestehenden Probleme rund um die Überpopulation im Gehege und die gesetzlich notwendigen Abschüsse der Tiere“, erklärt unser umweltpolitischer Sprecher Jan Lukas Waibel.
Nun haben wir im Umweltausschuss die Weichen für die Zukunft des Geheges gestellt. Die Stadtverwaltung wird nun unter Einbeziehung von Experten ergebnisoffen verschiedene Konzepte bewerten. „Für uns als SPD Neuss steht dabei fest: Ein so wichtiges Areal für Selikum und Reuschenberg muss im direkten Dialog mit den Menschen vor Ort entwickelt werden“, sagt Jan Lukas Waibel.
Alpakas als mögliche Idee
Als SPD Neuss haben wir uns deutlich dafür ausgesprochen, dass die Haltung von Tieren für das ehemalige Damwild-Gehege weiterverfolgt wird. „Andere Parteien wollten das verhindern, uns ist es aber besonders wichtig, dass das Gelände ein attraktiver Anlaufpunkt für Familien bleibt“, sagt Dietmar Dahmen, unser Stadtverordneter für Reuschenberg. Die Verwaltung prüft nun auch unseren SPD-Vorschlag: Die Haltung von Alpakas. Diese friedlichen Tiere sind sehr beliebt und könnten das Angebot des benachbarten Kinderbauernhofs perfekt ergänzen.
Auch die Umsiedlung der benachbarten Waldziegen in das deutlich größere Gelände mit einem pädagogischen Konzept, die schon jetzt auf dem Gelände des Kinderbauernhofs leben, wäre eine Möglichkeit, den kleinen und großen Besuchern weiterhin eine naturnahe Tierbeobachtung zu ermöglichen. Als weitere Möglichkeit prüft die Stadt die Einrichtung einer Wildtierauffangstation mit integriertem Umweltbildungszentrum.

Investitionen in Lebensqualität und Artenvielfalt
Neben der Tierhaltung bietet das Areal riesige Chancen für den Naturschutz. Die Expertenrunde prüft daher auch Optionen für einen rein naturnahen Erholungsraum, der heimische Pflanzen- und Tierarten gezielt fördert. Auch eine behutsame Erweiterung des angrenzenden Arboretums als lebendes Baummuseum sowie Angebote zur Umweltbildung – wie ein „grünes Klassenzimmer“ oder eine „Waldschule“ – sind Teil des Pakets. Um die Lebensqualität für alle Generationen zu steigern, wird zudem die Einrichtung eines Sand- und Abenteuerspielbereichs geprüft, bei dem die Erholungsfunktion und der Lärmschutz für die Nachbarschaft voll berücksichtigt werden. „Damit greifen wir alle Ideen auf, die aktuell in der Diskussion sind“, erklärt Jan Lukas Waibel.
Volle Bürgerbeteiligung : Reuschenberg und Selikum entscheiden mit
Ein zentraler Punkt, den wir als SPD Neuss durchgesetzt haben, ist die verbindliche Sicherstellung einer umfassenden Bürgerbeteiligung. „Uns ist wichtig, dass die Ideen, Wünsche und auch die Bedenken der Anwohnerinnen und Anwohner aus Selikum und Reuschenberg direkt in die Planungen einfließen“, sagt Dietmar Dahmen.
Die Verwaltung prüft nun die unterschiedlichen Ideen. Dabei bezieht sie auch mögliche Fördergelder des Landes Nordrhein-Westfalen für den Natur- und Tierschutz mit ein. Sobald die Ergebnisse der Expertenprüfung und die Rückmeldungen aus der Bürgerbeteiligung vorliegen, geht die Vorlage zur finalen Entscheidung in den Bezirksausschuss, den Umweltausschuss und den Rat der Stadt. Wir halten Euch hier auf dem Laufenden und freuen uns auf Euer Feedback!




