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Neuss soll Corona-Modellkommune werden

Der Rhein-Kreis Neuss soll Corona-Modellkommune werden. Mit einer klugen Teststrategie und einer App zur Nachverfolgung von Kontakten könnten dann Lockerungen ermöglicht werden. Wir hoffen, dass die NRW-Landesregierung die Bewerbung des Rhein-Kreises Neuss akzeptiert.
Die Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss haben sich beim Land NRW als Corona-Modellkommune beworben. Mit einer klugen Teststrategie und einer App zur Nachverfolgung von Kontakten könnten dann entsprechende Lockerungen ermöglicht werden.

Mit einer klugen Teststrategie und einer App zur Nachverfolgung von Kontakten könnten im Rhein-Kreis Neuss Lockerungen ermöglicht werden. Wer einen frischen negativen Coronatest hat, erhält ein Tagesticket, das den Zutritt zu Geschäften und anderen Dienstleistungen erlaubt. Für diesen Modellversuche haben sich nun der Rhein-Kreis Neuss und alle acht Städte und Gemeinden im Kreis beim Land beworben.

Kooperation begrüßt Bewerbung

Die Landesregierung hatte nach den jüngsten Corona-Beratungen angekündigt, in fünf bis sechs Städten in NRW entsprechende Modellprojekte zu ermöglichen. Als Kooperation aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und UWG/Aktiv für Neuss begrüßen wir die Initiative des Kreises und der Städte und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss, sich beim Land als Modellkommune zu bewerben. Dabei sollen mit einer klugen Teststrategie schrittweise Öffnungen ermöglicht werden. Insbesondere eine Erklärung der Bundeskanzlerin stimmt uns als mehrheitsführende Kraft im Neusser Stadtrat – trotz aller berechtigten Kritik an der Kanzlerin – hoffnungsvoll. So hatte die Bundeskanzlerin die Städte am Donnerstag im Bundestag zu mehr Kreativität ermuntert und erklärt: „Es ist keinem Bürgermeister und keinem Landrat verwehrt, das zu tun, was in Tübingen und Rostock gemacht wird“.

Appell an das Land NRW

„Wir hoffen, der Apell der Kanzlerin wird in Düsseldorf vernommen und die Landesregierung ermöglicht dem Rhein-Kreis Neuss und seinen Städten die Teilnahme am Modellprojekt“, erklären die Fraktionsvorsitzenden Arno Jansen (SPD), Michael Klinkicht (Bündnis90/Die Grünen) und Carsten Thiel (UWG/Aktiv für Neuss). Aus unserer Sicht wäre es klug vom Land, mehr als nur fünf Städten in NRW entsprechende Modellprojekte zu erlauben. „Es muss dabei klar sein: Eine Öffnungsperspektive darf nur ermöglicht werden, wo ein überzeugendes Konzept zur Testung und Nachverfolgung vorgelegt werden kann“, betont unser Fraktionsvorsitzender Arno Jansen. 

„Tübinger Modell“ als Vorbild 

Dem pflichtet Michael Klinkicht als Verfechter des „Tübinger Modells“ von Boris Palmer bei: „In Tübingen wurden schon früh durchdachte Alternativen zum Lockdown entwickelt“, so Michael Klinkicht. Zehn Tage lang soll das Modell mit ersten kleinen Lockerungen erprobt werden. Bei einem positiven Zwischenfazit würden dann weitere Schritte erfolgen – beispielsweise die Öffnung der Gastronomie. Als Kooperation sehen wir ein Modellprojekt als Chance, um den Menschen im Rhein-Kreis Neuss endlich wieder eine Perspektive bieten zu können. „Das wäre ein guter Schritt, um Öffnungen zu ermöglichen, ohne zugleich die Kontrolle über das Virus zu verlieren“, so Carsten Thiel als Fraktionsvorsitzender von UWG/Aktiv für Neuss abschließend.

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