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Erster Schritt für Rettungswache Süd

Auf Drängen von SPD und Stadt Neuss hat der Landrat einen eigenen Rettungswagen für den Neusser Süden in den Rettungsdienstbedarfsplan aufgenommen. Nun sind viele fachliche Fragen zu klären.

Mitte Juni hatte die Stadt noch schlechte Nachrichten. Sie musste berichten, dass der Rhein-Kreis Neuss einen Rettungswagen (RTW) für den Neusser Süden ablehnt. Und das obwohl sich der Hauptausschuss der Stadt Neuss im Herbst 2019 auf Antrag der SPD Neuss einstimmig für einen eigenen Rettungswagen für den Neusser Süden ausgesprochen hat.

Nun hat der CDU-Landrat offenbar seine Meinung geändert. Die Verlegung eines RTW in den Neusser Süden steht jetzt im Rettungsdienstbedarfsplan. „Das ist ein erster wichtiger Schritt“, freut sich unsere Stadtverordnete Verena Kiechle. „Der eigene Rettungswagen für den Neusser Süden wird dringend benötigt“, betont sie.

Viele Details sind noch zu klären

Ein möglicher Standort für eine Rettungswache Süd wäre an der K 30 irgendwo zwischen Hoisten und dem Gewerbegebiet Uedesheim. Allerdings sind dafür noch viele fachliche Fragen zu klären. Etwa die der Finanzierung. Der Rhein-Kreis lässt da bisher eine klare Aussage vermissen. Seine Aufgabe wird es sein, das mit den Krankenkassen zu verhandeln.

Zudem sieht der Kreis bislang vor, einen der sechs bestehenden RTW von einer der drei Standorte in den Süden zu verlagern. „Wir haben uns aber eigentlich einen zusätzlichen RTW gewünscht“, stellt Verena Kiechle klar. Das Schließen einer bestehenden Lücke solle nicht woanders neue Lücken aufreißen. Der Entwurf des Rettungsdienstbedarfsplanes wird nun noch mit Dormagen und den Krankenkassen abgestimmt.

Lange Wartezeiten bei medizinischen Notfällen

Seitdem ein 71-jähriger Mann in Allerheiligen nach einem Notfall über 20 Minuten auf einen Rettungswagen warten musste, setzt sich unsere Stadtverordnete Verena Kiechle für einen eigenen Rettungswagen für den Neusser Süden ein. „Bei einem Notfall kommt es auf jede Minute an, die Menschen im Neusser Süden wünschen sich seit vielen Jahren Verbesserungen“, erklärt Verena Kiechle. Daher hatte sie auch kein Verständnis für die zunächst ablehnende Haltung des CDU-Landrates. Schließlich wird der Rettungsdienstbedarfsplan nur alle paar Jahre vom Rhein-Kreis Neuss überarbeitet.

Starker Bevölkerungszuwachs im Neusser Süden

Der Bedarf für den RTW ist durch einen enormen Zuwachs der Bevölkerung im Neusser Süden in den vergangenen Jahren entstanden. Allen voran durch die Baugebiete in Allerheiligen. Außerdem sind in den kommenden Jahren weitere Baumaßnahmen im Neusser Süden geplant, die die aktuellen Probleme weiter verschärfen könnten.

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