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Neue Bahnhofswache muss in der Nacht besetzt sein

Gerade in den Abendstunden wünscht sich die Bevölkerung mehr Polizeipräsenz rund um den Neusser Bahnhof. Nach den Vorstellungen von CDU-Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, soll die geplante Bahnhofswache aber nur tagsüber besetzt sein.

Die Berichte über Drogenhandel und Schlägereien im Umfeld des Neusser Bahnhofs reißen nicht ab. Im Sinne unserer „Sicherheitsoffensive“ arbeiten wir als SPD Neuss an dauerhaften Verbesserungen. Damit unterstützen wir auch die Forderungen zahlreicher Anwohner. Die haben sich unter anderem in der Anwohner-Initiative Marienviertel zusammengeschlossen und eine entsprechende Petition an die Politik gerichtet. Die Anwohner und wir als SPD fordern gemeinsam mehr Polizeipräsenz durch eine gemeinsame Bahnhofswache von Polizei und Kommunalen Ordnungs- und Servicedienst (KSOD), um die Sicherheit im Bahnhofsumfeld deutlich erhöhen zu können. Einen entsprechenden Antrag haben wir bereits vor einiger Zeit im Haupt- und Sicherheitsausschuss gestellt. 

Suche nach passender Immobilie für Bahnhofswache bislang erfolglos

Mit Verwunderung haben die Anwohner und unsere zuständigen Fachpolitiker den anfänglichen Widerstand von CDU-Landrat Hans-Jürgen Petrauschke wahrgenommen. Entgegen aller Berichte konnte er zunächst keinen Handlungsbedarf rund um den Neusser Bahnhof erkennen.  Mittlerweile wurde dann endlich eine Projektgruppe zur Realisierung einer Bahnhofswache eingesetzt. Die besteht aus Mitarbeitern der Kreispolizeibehörde und Mitarbeitern der Stadt Neuss. Die nötigen Rahmenbedingungen für eine Bahnhofswache wie Raumbedarf, Lage und Parkplätze wurden bereits festgestellt. „Derzeit wird endlich daran gearbeitet, eine geeignete Immobilie zu finden, die die notwendigen Voraussetzungen erfüllt und im betroffenen Bereich liegt“, erklärt unser Parteivorsitzender Sascha Karbowiak

CDU-Landrat blockiert Polizeipräsenz in der Nacht

Für weitere Irritation sorgte CDU-Landrat Petrauschke jetzt in der letzten Sitzung des Haupt- und Sicherheitsausschusses der Stadt Neuss. In dem Bericht der Stadtverwaltung wurde jetzt zwar deutlich, dass der für die Polizei zuständige Rhein-Kreis Neuss eine Bezirksdienststelle der Polizei im Bahnhofsumfeld einrichten will. Das Problem: Bezirksdienststellen sind nicht rund um die Uhr besetzt, insbesondere nicht in den Abend- und Nachtstunden. Das sind allerdings die Hauptproblemzeiten, in denen die Präsenz der Polizei in besonderen Maßen gefordert ist. „Gerade in diesen Zeiten muss die neue Anlaufstelle dringend besetzt sein, sonst können wir uns die Maßnahme auch spraren“, kritisiert Sascha Karbowiak. „Stattdessen plant der Landrat eine Bezirksdienststelle, die an den Bedürfnissen der Menschen komplett vorbeigeht.“ 

Dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen gerecht werden

Die angestrebte Wache müsse deutlich mehr bieten, als eine nur tagsüber besetzte Bezirkswache wie am Rathaus. So müsse die Polizei mindestens in den Hauptproblemzeiten am Abend und in der Nacht vor Ort für die Menschen ansprechbar sein und im Bedarfsfall eingreifen. Unterstützung für unseren Vorstoß haben wir sogar aus der CDU erhalten, also von der Partei des Landrats. Die hat ebenfalls angeregt, dass Stadt und Kreis die Zeitfenster polizeilicher Präsenz noch einmal grundlegend klären müssten und unseren Vorstoß unterstützt. Nun ist der Landrat als Chef der Kreispolizeibehörde gefragt. 

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