Im Rahmen unserer Gesprächsreihe „SPD Neuss im Dialog“ haben wir uns mit dem neuen Vorstand des Stadtelternrates zu einem ersten Austausch getroffen. Der Stadtelternrat ist der Zusammenschluss aller Schulpflegschaften der Stadt Neuss. „Im Mittelpunkt des ersten Treffens stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen sowie ein Austausch über den Stand der zahlreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen an Neusser Schulen”, sagt unser Vorsitzender Heinrich Thiel. Er sitzt an zwei entscheidenden Stellen für Neusser Schulen: Heinrich Thiel ist zugleich Vorsitzender im Neusser Schulausschuss und im Aufsichtsrat des Neusser Bauvereins, der für die Sanierung und den Neubau von Schulen zuständig ist. Zum Treffen mit dem Stadtelternrat hat Heinrich Thiel auch unseren schulpolitischen Sprecher Jascha Huschauer mitgebracht. Für den Stadtelternrat waren der Vorsitzende Dirk Jansen und seine beiden Stellvertreter Torsten Schiffer und Marion Zanggl-Loevenich mit dabei.
Geschafft: Mehr Tempo bei Baumaßnahmen an Schulen
Ein zentrales Thema des Gesprächs waren Neubau und Sanierungen von Schulen. Als SPD Neuss haben wir eine Umstrukturierung des Neusser Immobilien-Managements auf den Weg gebracht. „Dadurch gibt es jetzt deutlich mehr Tempo beim Bau und der Sanierung von Schulen und Kitas”, sagt Heinrich Thiel. Als Aufsichtsrats-Vorsitzender des Neusser Bauvereins verweist er auf die ambitionierten Pläne: „In den Jahren 2026 bis 2030 planen wir Baumaßnahmen im Wert von rund 475 Millionen Euro.”
Mehr Transparenz bei Baumaßnahmen an Schulen
Für das verbesserte Investitionsvolumen gab es ein Lob vom Stadtelternrat. Darüber hinaus wünschen sich die Eltern aber mehr Transparenz in den laufenden Bau- und Modernisierungsprozessen. „Wir haben zugesagt, uns im Schulausschuss für bessere Information über Zeitpläne, Abläufe und konkrete Maßnahmen einzusetzen”, sagt Heinrich Thiel. Dort wird daher bereits in der heutigen Sitzung eine umfassende Übersicht aller laufenden und geplanten Maßnahmen an Grundschulen und weiterführenden Schulen vorgestellt.
„Künftig muss besser nachvollziehbar sein, welche Arbeiten an welcher Schule geplant sind und in welchem Zeitrahmen sie umgesetzt werden”, sagt Heinrich Thiel. Gleichzeitig soll Schulen die Möglichkeit gegeben werden, Rückfragen zum jeweiligen Sachstand zu stellen. „Transparenz ist eine wichtige Voraussetzung dafür, Vertrauen zu schaffen und Prozesse zu verbessern“, betonte Heinrich Thiel. Auch Jascha Huschauer unterstrich die Bedeutung des Themas: „Für uns ist entscheidend, dass Schulen, Eltern und Schulgemeinschaften frühzeitig wissen, was an ihren Standorten passiert. Nur so lassen sich Unsicherheiten vermeiden und notwendige Maßnahmen vor Ort gut begleiten.“
Zweites Treffen und Maßnahmen gegen Mobbing
Inzwischen hat ein weiteres Gespräch mit dem Stadtelternrat stattgefunden, diesmal auch unter Einbindung der CDU. Im Mittelpunkt standen dabei Vorfälle an einer Neusser Schule sowie mögliche Maßnahmen zur Stärkung des Schutzes von Schülerinnen und Schülern. Der Stadtelternrat übergab der Politik eine Liste mit Vorschlägen, wie Mobbing an Schulen wirksamer begegnet werden kann. Gemeinsam mit der CDU haben wir als SPD Neuss dazu heute im Schulausschuss einen Antrag eingebracht. In einer gemeinsamen Sitzung sollen Schul- und Jugendhilfe-Ausschuss sich mit dem Thema auseinandersetzen. „Viele der Vorschläge können wir im Stadtrat gar nicht umsetzen, weil das Land oder die Schulen dafür zuständig sind”, erläutert Jascha Huschauer. Daher gibt es die Idee, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen.
Zusammenarbeit und überparteilicher Ansatz
Heinrich Thiel machte im Austausch deutlich, dass er in seiner neuen Rolle als Vorsitzender des Schulausschusses für eine möglichst breite Einbindung aller demokratischen Parteien in bildungspolitische Entscheidungsprozesse werben will. Ziel sei es, schulpolitische Themen stärker überparteilich zu behandeln und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. „Der Austausch mit dem Stadtelternrat ist für uns sehr wertvoll – und wir werden diesen Dialog fortsetzen, um die Perspektiven der Eltern frühzeitig in unsere Arbeit einfließen zu lassen“, so Heinrich Thiel abschließend.




