Social Media erst für Kinder ab 14 Jahren

In einem Positionspapier fordert die Bundes-SPD ein Verbot der Plattformen von Facebook, Instagram, Tik Tok & Co. für Kinder unter 14 Jahren. Wir unterstützen diesen Vorstoß.

Immer häufiger bekommen auch Neusser Kinder und Jugendliche im Internet Hass, Gewalt oder Pornos zu sehen. Auch Cybermobbing wird ein immer größeres Problem. Darauf hat zuletzt etwa der Stadtelternrat in Neuss hingewiesen. „Daher unterstützen wir das von der Bundes-SPD vorgeschlagene Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren”, sagt unser Vorsitzender Heinrich Thiel. Damit könnte es gelingen, aus Social-Media wieder soziale Netzwerke zu machen. 

Altersverifizierung über neue Smartphone-App

Grundlage des SPD-Vorschlages ist die EUDI-Wallet (European Digital Identity Wallet). Diese EU-weit einheitliche Smartphone-App soll bis Ende 2026 in der EU eingeführt sein. Sie dient als sichere digitale Brieftasche für Ausweise, Führerscheine, Zeugnisse und Zahlungsfunktionen. „Dadurch ist künftig ein Alters-Check möglich, der sehr datenschutzkonform abläuft”, erklärt Heinrich Thiel. 

Social-Media-Verbot für Kinder unter 14

Der Entwurf der Bundes-SPD sieht ein vollständiges Verbot der Nutzung von Social-Media-Plattformen für Kinder unter 14 Jahren vor. Die Anbieter sollen verpflichtet werden, den Zugang technisch wirksam zu unterbinden. „Verstöße müssen konsequent geahndet werden”, sagt Heinrich Thiel. 

Jugendversion für Kinder unter 16

Für Kinder und Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren soll es eine für die Anbieter verpflichtende Jugendversion von Facebook, Tik Tok & Co. geben. Diese greifen nicht auf einen Algorithmus zurück. „Jugendliche sehen dann nur Inhalte von Personen und Accounts, denen sie selber folgen”, erklärt Heinrich Thiel. Zudem sollen in der Jugendversion suchtverstärkende Funktionen wie Endlos-Scrollen, automatisches Abspielen von Inhalten oder Push-Benachrichtigungen unterbunden werden.

Social Media für alle besser machen!

Auch für Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren soll sich Social-Media verändern: Algorithmische Empfehlungssysteme sollen standardmäßig deaktiviert sein. „Dann gibt es erstmal keinen automatisch kuratierten Feed, keine verdeckte Priorisierung und keine algorithmische Verstärkung einzelner Inhalte”, erklärt Heinrich Thiel. Möchten die Nutzer die bisherige Version von Social-Media mit Empfehlungssystem nutzen, müssen sie sich ausdrücklich dafür entscheiden (Opt-in-Modell).

Weitere Informationen zum Positionspapier „Sichere Soziale Medien“ der SPD findet Ihr hier.

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