Das bisherige NEmo-Shuttle im Neusser Süden mit den kleinen „On-Demand“-Abholbussen wird leider zumindest in seiner bisherigen Form zum 31.03.2026 eingestellt. Das haben der Stadtrat und der Aufsichtsrat der Stadtwerke Neuss in ihren letzten Sitzungen beschlossen. „Wir bedauern das weiterhin und hätten gerne im Aufsichtsrat der Stadtwerke Neuss zeitnah erste Alternativen erarbeitet“, erklärt unsere mobilitätspolitische Sprecherin Juliana Conti. Denn unter anderem die zuletzt gestartete Online-Petition mit am Ende über 2.000 Unterschriften hat gezeigt, dass es ein großes Interesse an guten Busverbindungen in den Stadtteilen gibt.
Verständigung mit der CDU auf Shuttle-Alternativen
Die schwierigen Mehrheitsverhältnisse im Neusser Stadtrat machen es erforderlich, dass wir uns als SPD Neuss bei allen wichtigen Themen mit der CDU abstimmen, um demokratische Mehrheiten sicherzustellen. Deswegen haben wir bei den Haushaltsberatungen auch über das bisherige „NEmo“-Angebot mit der CDU diskutiert und verhandelt. „Eine Fortsetzung des bisherigen ‚NEmo‘-Angebotes war leider nicht mit der CDU zu machen, wir haben aber in unseren Gesprächen eine gute Grundlage für weitere Verbesserungen geschaffen“, sagt unsere stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Julia Langer, die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Neuss ist.
Denn wir haben im Finanzausschuss der Stadt Neuss zwar beschlossen, dass das bisherige „NEmo“-Angebot aus Kostengründen nicht fortgesetzt wird, aber auch, dass wir an Alternativen für eine bessere ÖPNV-Anbindung der Stadtteile arbeiten werden oder der Kostendeckungsgrad des bisherigen „NEmo“-Angebotes durch Anpassungen verbessert wird. „Und genau für diese Punkte aus unserem gemeinsamen Antrag mit der CDU haben wir uns auch im Aufsichtsrat der Stadtwerke Neuss eingesetzt“, erklärt Juliana Conti.
SPD-Initiativen im Aufsichtsrat vorerst abgelehnt
Bislang haben die Stadtwerke Neuss anders als erwartet leider keinen eigenen Vorschlag zur Beratung vorgelegt. Es gab allerdings mehrere Ideen, wie der Kostendeckungsgrad des „NEmo“-Shuttles erhöht werden könnte. Und diese Ideen hätten wir gerne genutzt, um ein modifiziertes Angebot auf den Weg zu bringen. Dafür gab es zumindest zum aktuellen Zeitpunkt keine Mehrheit im Aufsichtsrat. Deswegen wollten wir die Stadtwerke Neuss im nächsten Schritt damit beauftragen, zumindest bis zur nächsten Sitzung des Aufsichtsrates konkrete Vorschläge für die bessere ÖPNV-Anbindung der Stadtteile zur Beratung vorzulegen. „Auch dafür gab es zumindest in der vergangenen Sitzung noch keine politischen Mehrheiten“, sagt Juliana Conti.
Arbeit an Alternativen zeitnah beginnen
Deswegen werden wir uns im nächsten Schritt jetzt nochmals mit der CDU Neuss zusammensetzen und überlegen, welche Maßnahmen man gemeinsam auf den Weg bringen könnte. „Das haben wir gemeinsam so verabredet – und wir sind zuversichtlich, dass wir auch zu guten Ergebnissen kommen können“, sagt Julia Langer. Denn im Zuge der Arbeit an dem neuen Mobilitätsentwicklungskonzept der Stadt Neuss wurde sich parteiübergreifend das Ziel gesetzt, mehr Neusserinnen und Neusser für die Nutzung der Busse und Bahnen zu gewinnen. „Und das werden wir nur erreichen, wenn wir die Busverbindungen in den Stadtteilen verbessern“, so Julia Langer abschließend.




