Die Stadt Neuss treibt die Unabhängigkeit von fossilen Energien weiter konsequent voran. Sechs Windräder gibt es bereits auf Neusser Stadtgebiet. „Und als SPD Neuss haben wir nun gemeinsam mit einer großen Mehrheit im Stadtrat gegen die Stimmen der AfD den Bau von zwei weiteren Windkraftanlagen zwischen Holzheim und der ehemaligen Raketenstation auf den Weg gebracht”, sagt Julia Langer als unsere Stadtverordnete für Grefrath, die auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Neuss ist. Denn die Stadtwerke Neuss sollen wie bei den beiden Windrädern in Hoisten der Betreiber der Windkraftanlagen sein. Ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ziel der Klimaneutralität in der Stadt Neuss bis 2035.
Effektiver als Photovoltaik
Mit einer Leistung von jeweils 4,26 Megawatt würden die zwei neuen Windkraftanlagen mehr Strom produzieren als alle existierenden Photovoltaik-Anlagen bislang in Neuss. „Zwischen 5.000 und 6.000 Haushalte könnte man damit ein Jahr lang mit grünem und bezahlbarem Strom versorgen”, sagt Jan Lukas Waibel als unser umwelt- und klimaschutzpolitischer Sprecher. Über 3.100 Haushalte werden bereits mit den zwei bestehenden Windrädern der Stadtwerke in der Nähe von Hoisten mit CO2-freiem Strom versorgt. „Mit zwei weiteren Windrädern würden wir uns weiter dem gesetzten Ziel nähern, unsere Heimatstadt bis 2035 klimaneutral zu machen“, sagt Jan Lukas Waibel. Und damit gelingt es uns auch, Neuss angesichts der bestehenden Energiekrise und der hohen Preise noch unabhängiger von fossiler Energie und privaten Anbietern zu machen.
Stadt Neuss findet Lösung nach Blockade
Besonders gefreut haben wir uns darüber, dass die Stadt Neuss doch noch eine Lösung gefunden hat, die Planungen für die beiden projektierten Windräder auf den Weg zu bringen. Denn in der vergangenen Ratsperiode wurden die Planungen noch vom Rhein-Kreis Neuss und dem Regionalrat deutlich erschwert. Eine Änderung am Flächennutzungsplan macht den Bau nun perspektivisch doch möglich. „Das ist eine tolle Entwicklung, denn als SPD Neuss setzen wir uns schon lange dafür ein, geeignete Standorte für die Windkraft in Neuss zu finden”, sagt Jan Lukas Waibel.
Dabei hat die Stadt Neuss auch den Natur- und Artenschutz fest im Blick. Es befinden sich keine sensiblen Naturschutzgebiete in der Nähe der geplanten Anlagen. Und auch ein Artenschutz-Gutachten gab grünes Licht für den Bau. Die Nähe zu bestehenden Stromleitungen und Wirtschaftswegen bietet zudem optimale Vorbedingungen für den Betrieb von Windkraft am geplanten Standort.
„Bürgerdividende” für Windräder zugesagt
Wichtig ist uns als SPD Neuss, dass sich die Anwohnerinnen und Anwohner auch an der Umsetzung des Projekts beteiligen können und über eine „Bürgerdividende” finanziell davon profitieren. Deswegen haben wir das bei den Beratungen im Stadtrat und im Bezirksausschuss Holzheim entsprechend eingefordert. „Denn das würde auch die Akzeptanz bei uns vor Ort deutlich verbessern”, sagt Julia Langer. Außerdem ist es uns wichtig, dass die Anwohnerinnen und Anwohner auch frühzeitig und transparent in die Planungen eingebunden werden. Alle Interessierten können vorab Einsicht in die Planungsunterlagen erhalten und haben im weiteren Verfahren auch die Möglichkeit, ihre Meinung oder eventuelleEinwände im Rahmen der vorgesehenen Bürgerbeteiligung aktiv in den Planungsprozess einzubringen.
Neuss klimaneutral bis 2035
Die neuen Windräder sind ein wichtiger Eckpfeiler der Klimastrategie der Stadt Neuss. Ziel ist die Klimaneutralität in unserer Stadt bis 2035. „Viele Bürgerinnen und Bürger leisten bereits im privaten Bereich mit Photovoltaikanlagen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, so Jan Lukas Waibel. Und auch die Stadt Neuss hat bereits viele weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht. Über 60 städtische Gebäude wurden mit Photovoltaikanlagen ausgestattet, die Mittel für umweltfreundliche Verkehrsmittel wie das Fahrrad wurden mehr als verdoppelt und in allen Wohnungen des Bauvereins wurde eine Technik eingebaut, um die Energieverbräuche zu senken. Und auch die Landwirtschaft vor Ort kann trotz der Windräder weiter betrieben werden, da nur kleine Flächen für die Windkraftanlagen versiegelt werden müssen.




