Keine Kürzung bei der Kindertagespflege

Die schwarz-grüne Landesregierung will bei den Tagesmüttern und -vätern den Rotstift ansetzen. Warum wir das falsch finden und was wir dagegen tun, liest Du hier.

Den Tagesmüttern und -vätern in Neuss drohen aktuell finanzielle Einbußen durch Kürzungsvorgaben der CDU-geführten Landesregierung. Die SPD Neuss setzt sich im kommenden Jugendhilfeausschuss am 8. Juli 2026 dafür ein, diese durch die Stadt abzupuffern. „Wir wollen die geplante Absenkung der Geldleistungen stoppen und die Betreuungssicherheit für unsere Familien garantieren“, sagt SPD-Landtagskandidat Heinrich Thiel. Er hat sich vergangene Woche mit der Interessengemeinschaft Kindertagespflege in Neuss ausgetauscht.

Kürzung der Pauschalen in NRW

Für das anstehende Kitajahr 2026/2027 hat das Land NRW eine sogenannte „negative Dynamisierung“ – also eine Kürzung – der Pauschalen um 0,14 Prozent beschlossen. „Für uns als SPD Neuss steht fest: Diesen unsozialen Sparkurs auf dem Rücken der Betreuungskräfte machen wir nicht mit!“, sagt Heinrich Thiel. Die Betreuung von Kleinkindern sei kein Luxus, sondern eine existenzielle Säule für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Neuss. Dennoch seien die vergangenen Jahr verlorene Jahre für die Kindertagespflege in NRW gewesen.

Antrag im Jugendhilfeausschuss

In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 8. Juli 2026 fordert die SPD daher per Antrag, dass die Stadt Neuss die Geldleistungen für die Kindertagespflegepersonen stabil hält und die Kürzung des Landes aus eigener Kraft auffängt. „Auf unsere Anfrage hin hat die Stadtverwaltung errechnet, dass der Verzicht auf die Kürzung lediglich rund 10.000 Euro kosten würde“, berichtet Nadine Baude, die jugendpolitische Sprecherin der SPD Neuss.

Ein minimaler Betrag im städtischen Haushalt, der jedoch eine gewaltige Wirkung für die Stabilität unserer sozialen Infrastruktur entfaltet. „Zudem sparen wir uns durch das Einfrieren der aktuellen Sätze einen riesigen, unnötigen bürokratischen Verwaltungsaufwand“, sagt Nadine Baude.

Wertschätzung und soziale Sicherheit im Fokus

Allein im vergangenen Jahr haben die Neusser Tagesmütter und Tagesväter rund 900.000 Betreuungsstunden geleistet. Gleichzeitig kämpfen sie seit Jahren mit massiv gestiegenen Kosten für Energie, Lebensmittel und Versicherungen. „Eine Kürzung der Mittel ist vor diesem Hintergrund das absolut falsche Zeichen und zeugt von mangelnder Wertschätzung durch das Land“, so Nadine Baude abschließend.

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