Schlaglöcher sind ein Ärgernis für alle, die in Neuss unterwegs sind – ob mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß. Um dieses Ärgernis zu reduzieren, bringen wir als SPD Neuss einen Antrag in die nächste Sitzung des Mobilitäts- und Infrastrukturausschuss ein. Darin beauftragen wir das Rathaus, zu prüfen, ob Neuss einen „Blow-Patchers“ einsetzen kann. Diese Spezialmaschiene kann Schlaglöcher schneller und langlebiger sanieren.
Das funktioniert so: Aktuell werden Schlaglöcher oft per Hand mit Kaltasphalt gefüllt, der häufig schon nach einem Winter wieder nachgearbeitet werden muss. Stattdessen könnte ein maschinelles System für deutlich langlebigere Reparaturen sorgen. „Wir möchten, dass Schlaglöcher in Neuss nicht immer wieder am selben Ort auftauchen, sondern einmal repariert auch wirklich halten“, sagt Daniel Handel als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD Neuss.
Was ist ein sogenannter „Blow-Patcher“?
Ein „Blow-Patcher“ ist ein Gerät, das auf ein Fahrzeug montiert wird und mit dem Schlaglöcher maschinell repariert werden können. Das Schlagloch wird dabei zunächst mit Druckluft gereinigt. Anschließend wird eine spezielle Mischung aus Emulsion und Splitt direkt vor Ort frisch produziert und in die Schadstelle gesprüht. Die Straße ist danach sofort wieder befahrbar. Das Verfahren ist seit Jahren erprobt und kommt bereits in anderen Städten sowie im Autobahnbau zum Einsatz. Für die Bürgerinnen und Bürger in Neuss könnte der Einsatz eines „Blow-Patchers“ aus Sicht der SPD möglicherweise mehrere Vorteile bringen.
Schnellere Reparaturen durch „Blow-Patcher“ möglich
Die Reparaturen laufen deutlich schneller ab als bei der herkömmlichen Methode. Teilweise kann sogar der Verkehr während der Arbeiten weiterfließen. Kürzere Sperrzeiten und weniger Baustellen wären die Folge. Noch wichtiger ist allerdings die deutlich längere Haltbarkeit: Während mit Kaltasphalt geflickte Schlaglöcher oft nach einer Saison wieder aufbrechen, können mit dem „Blow-Patcher“ reparierte Stellen bis zu fünf Jahre halten. Das zeigen Erfahrungswerten aus anderen Städten. „Das bedeutet weniger wiederkehrende Reparaturen – und kleinere Risse und Löcher könnten schneller beseitigt werden, bevor sich daraus größere und teurere Straßenschäden entwickeln“, erklärt der SPD-Stadtverordnete Jan Lukas Waibel als Initiator des Antrages.
Gute Erfahrungen mit „Blow-Patcher“ in Bielefeld
Nicht zuletzt benötigt das automatisierte Verfahren weniger Personal pro Reparatur, sodass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt an anderer Stelle eingesetzt werden könnten. Als eines von mehreren „Best-Practice-Beispielen“ verweisen wir auf die Stadt Bielefeld. Dort setzt der Umweltbetrieb bereits einen „Blow-Patcher“ ein. Die Bilanz fällt positiv aus: Laut der Stadt laufen die Reparaturen drei bis vier Mal so schnell wie bisher – und die reparierten Stellen halten etwa dreimal so lange. Auch die Stadt Detmold hat bereits Interesse an der Technik gezeigt. „Die guten Erfahrungen aus Bielefeld zeigen, dass sich eine solche Investition für unsere Stadt lohnen könnte“, erklären Daniel Handel und Jan Lukas Waibel. Beide hoffen, dass ihr Prüfantrag im Ausschuss eine Mehrheit finden wird.




