Zukunft der Innenstadt – mutige Ideen für große Handels-Immobilien 

Immer mehr Menschen kaufen im Internet ein. Doch was passiert dann mit großen Handels-Immobilien wie C&A, H&M oder Woolworth, wenn weniger Fläche für Handel benötigt wird? Zeit, unsere Innenstadt neu zu denken. 

Die Diskussion um die Zukunft unserer Innenstadt ist aktuell wie selten zuvor. Leerstände, zunehmender Onlinehandel und verändertes Freizeit- und Einkaufverhalten wandeln das Gesicht unserer City wie das vieler anderer Städte. „Doch statt dies zu beklagen, sollten wir die Chance nutzen, unsere Innenstadt neu zu denken – unter anderem durch die mutige Umnutzung großer Einzelhandelsimmobilien im lebendigen Zentrum der Stadt“, erklärt unser SPD-Fraktionsvorsitzender Sascha Karbowiak. 

Zu viele Geschäftsflächen in unserer Stadt 

Eine von der Stadt Neuss in Auftrag gegebene Analyse hat deutlich gemacht, dass wir in unserer Innenstadt zu viele Geschäftsflächen haben. Deshalb sollten wir die Krise im Handel als Chance nutzen. Im Dialog mit den Eigentümern abgestimmt, sollten in großen Immobilien wie C&A, H&M oder Woolworth die Verkaufsflächen verkleinert werden. Im Erdgeschoss und weiteren Teilflächen bleiben Verkaufsflächen erhalten. Die Etagen darüber können somit neuen Nutzungen zugeführt werden. „Und für alle drei großen Immobilien befindet sich die Stadt Neuss gemeinsam mit einem externen Planungsbüro schon in fortgeschrittenen Gesprächen für genau solche Anpassungen“, erklärt Sascha Karbowiak.

Raum für Wohnungen, Gastronomie oder Freizeitangebote 

Gemeinsam mit den Eigentümern wurden für jede der drei Immobilien neue mögliche Nutzungen für die oberen Etagen geplant. Dringend benötigter Wohnraum, Gastronomie, Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche oder Raum für Start-Ups – alles möglich, um neues Leben in die Innenstadt zu bringen und weiteren Leerstand vorzubeugen. So gibt es beispielsweise den Vorschlag, das zweite und dritte Obergeschoss des C&A-Gebäudes in attraktive Wohnungen umzuwandeln. Und in einem der Obergeschosse des H&M-Gebäudes wäre beispielsweise eine moderne Bar oder ein Indoor-Sportangebot möglich. „Die jetzt ausgearbeiteten Ideen werden in den kommenden Monaten gemeinsam mit den Eigentümern weiter konkretisiert“, sagt Sascha Karbowiak

Umwandlung des Kaufhof-Gebäudes verfolgt ähnliche Richtung 

Mit dem Ankauf des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes verfolgt die Stadt Neuss übrigens ein ähnliches Konzept. Durch den Ankauf der mit Abstand größten Einzelhandelsimmobilie wurde verhindert, dass die Immobilie zu einem Spekulationsobjekt wird. Oder dass es in der City einen großen Leerstand gibt, der zu einem dauerthaften Problem wird. Und da es bereits in der Vergangenheit keine Interessenten für ein großes klassisches Warenhaus gab, hat die Stadt Neuss gemeinsam mit Experten ein vielfältiges neues Nutzungskonzept erarbeitet: Eine markthallenähnliche Nutzung im Erdgeschoss, Gastronomie, eine moderne Rooftop-Bar über den Dächern der Stadt und die Verlagerung einer deutlich modernisierten Stadtbibliothek mit neuen Angeboten für Kinder und Familien. „Ich bin davon überzeugt, dass das neue Nutzungskonzept unsere Innenstadt weiter stärken wird“, so Sascha Karbowiak. 

Gut besuchte Infoveranstaltung für Neusserinnen und Neusser 

Die bislang ausgearbeiteten Ideen sollen auch im engen Dialog mit den Neusserinnen und Neussern diskutiert und vorangebracht werden. So gab es beispielsweise am 12. März einen gut besuchten „Planungsdialog“ im Neusser Zeughaus. „Es gab viele Diskussionen und weitere Ideen, die jetzt in die weitere Planung integriert werden sollen“, so Sascha Karbowiak. Welche weiteren mutigen Ideen es aus seiner Sicht braucht, um die Innenstadt für die Zukunft zu stärken, hat er in einem Gastbeitrag für die „Neuß-Grevenbroicher Zeitung” zusammengefasst. 

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