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ÖPNV-Offensive für Neuss

Um die Mobilitätswende zu erreichen, möchten wir den ÖPNV stärken und die Nutzung von Bus und Bahn deutlich attraktiver machen.

Um die Mobilitätswende zu erreichen, möchten wir die Nutzung von Bus und Bahn deutlich attraktiver machen. In einem Antrag fordern wir deshalb, dass Stadtverwaltung und Stadtwerke bis zum Ende des Jahres eine Handlungsempfehlung für einen Ausbau des ÖPNV-Netzes erarbeitet. Dazu gehört nach unserer Ansicht zum einen eine Ausweitung von Bus- und Bahnlinien sowie engere Taktzeiten und zum anderen ein günstigeres und besseres Tarifsystem.

Neuss möchte Mobilitätswende

Wir müssen die aktuellen Verkehrsprobleme in den Griff bekommen. Wie wir von unseren Dialogveranstaltungen wissen, möchten die Neusser dabei eine echte „Mobilitätswende“ erreichen. Leider werden aktuell noch etwa 55 Prozent aller Verkehrswege mit dem Auto zurückgelegt, nur 10 Prozent mit Bus und Bahn. Das führt immer öfter zu Staus, Lärm und schlechter Luft. Wenn wir das ändern wollen, müssen wir das Bus- und Bahnfahren mit einer ÖPNV-Offensive deutlich attraktiver machen.

Aus diesem Grund haben wir einen umfangreichen Antrag erarbeitet, der am 17. Mai dem Neusser Stadtrat zur Beratung vorgelegt wird. Mit dem Antrag möchten wir eine der Kernforderungen unserer „Mobilitätsveranstaltung“ umsetzen. Im Oktober vergangenen Jahres hatten wir gemeinsam mit Bürgermeister Reiner Breuer sowie mehr als 80 Neusserinnen und Neussern Verbesserungsvorschläge für die „Mobilität in der Stadt der Zukunft“ erarbeitet. Entstanden ist ein umfangreiches Positionspapier, das jetzt von uns umgesetzt wird.

Bessere ÖPNV-Anbindung der Stadtteile

Insbesondere die Stadtteile in den Außenbereichen sollen künftig deutlich besser an das ÖPNV-Netz angeschlossen werden. Wir möchten aber auch die Gewerbegebiete besser an bestehende ÖPNV-Knotenpunkte anbinden. Speziell die Anbindungen zu den S-Bahnhöfen werden dabei in den Blick genommen. Selbstverständlich müssen auch die Fahrtzeiten von Bussen und Bahnen besser aufeinander abgestimmt werden.

Günstigeres und einfacheres Tarifsystem

Wir schrecken mit unserem Antrag auch nicht davor zurück, besonders „dicke Bretter“ zu durchbohren. So setzen wir uns für ein günstigeres und einfacheres Tarifsystem ein. Das Bus- und Bahnfahren muss endlich günstiger werden! Viele Besucher unserer Dialogveranstaltung haben über die vergleichsweise hohen Ticketpreise und das Chaos mit den unterschiedlichen Tarifsystemen geklagt. Aktuell sind dies die Hauptursachen dafür, dass Busse und Bahnen zu selten genutzt werden. So kostet beispielsweise das „Ticket 1000“ in der Ausführung A2 aktuell stolze 73,95 EUR pro Monat.

Neusser Tarif-Modell

Aus diesem Grund sieht unser Antrag auch vor, die Stadt Neuss damit zu beauftragen, sich auf Landesebene und in den VRR-Gremien für ein einheitliches und preisgünstiges Tarifsystem einzusetzen. Werden hier keine Verbesserungen erreicht, soll die Stadt Neuss prüfen, ob nicht auch ein „Neusser Modell“ auf den Weg gebracht werden kann. Vielleicht gelingt es uns so zumindest die Ticketpreise im Rhein-Kreis Neuss zu senken.

Dass ein preisgünstiges und leistungsstarkes ÖPNV-Angebot Auswirkungen auf das Fahrverhalten der Bürger hat, kann man insbesondere am Beispiel der Stadt Wien sehen. Durch die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets hat sich die Zahl der Jahreskarten von 373.000 auf 780.000 verdoppelt. Auch in anderen Städten sind mittlerweile ähnliche Initiativen zu beobachten. Wir erhoffen uns durch unseren Antrag, dass zukünftig auch die Neusserinnen und Neusser von günstigen Ticketpreisen und einem flächendeckenden ÖPNV-Netz profitieren.

Unser Antrag zur ÖPNV-Offensive in Neuss: Leistungsstarker und günstiger ÖPNV in Neuss (PDF).

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