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Neuss zu einem Wasserstoff-Standort machen

Neuss hat hervorragende Ausgangsbedingungen als zukünftiger Wasserstoff-Standort in der Region. Wir hatten Experten dazu in unseren (online) Arbeitskreis geladen.
Neuss als Wasserstoff-Standort

Als Neusser SPD haben wir uns in einem Online-Arbeitskreis mit dem Zukunftsthema Wasserstoff beschäftigt. „Neuss hat hervorragende Ausgangsbedingungen in der zukünftigen Wasserstoffwirtschaft“, fasst unser wirtschaftspolitische Sprecher, Heinrich Thiel, das Ergebnis zusammen. Wasserstoff sei der einzige Energieträger der bei seiner Verbrennung kein CO2 freisetzt. „Mit Wasserstoff lassen sich daher eine sichere Energiewende in der Industrie, bei der Stromerzeugung und im Verkehr erreichen“, sagt Heinrich Thiel.

Drei Experten informierten im digitalen Arbeitskreis

Initiiert wurde die Online-Veranstaltung gemeinsam von unseren Planungs-, Umwelt- und Wirtschaftspolitiker*innen. Als sachkundige Referenten waren der SPD-Bundestagsabgeordnete Arno Klare sowie Johannes Steinhauer und Roland Gilges von den Stadtwerken eingeladen. „Die Referenten waren sich einig, dass es für einen gelungenen Ausstieg aus der Atomkraft und der Kohleverbrennung in der Stromerzeugung neben der Erzeugung aus Wind- und Sonnenenergie dauerhafte Speichermöglichkeiten geben muss“, berichtet Heinrich Thiel. Daher würden sie Wasserstoff als Zukunftstechnologie sehen, denn Wasserstoff könne im Gegensatz zu Strom in großen Mengen unbegrenzt gespeichert werden und in energieintensiven Bereichen wie der Aluminiumindustrie oder im Verkehrsbereich Energieträger ersetzen, die heute noch CO2 freisetzen.

Fördermöglichkeiten für Neusser Unternehmen

Arno Klare brachte als SPD-Bundestagsabgeordneter aus Essen/Mülheim vor allem den aktuellen Stand der Debatte aus EU-, Bundes- und NRW-Landesebene ein. Er berichtete, dass deutsche Unternehmen schon heute weltweit eine Spitzenstellung in der Wasserstofftechnologie einnehmen. Die EU und die Bundesregierung fördern Unternehmen, die diese CO2 freie Energietechnologie entwickeln, mit vielen Milliarden Euro. Zudem informierte er über die Fördermöglichkeiten von EU und Bund für Neusser Unternehmen, die beim Klimaschutz auf Wasserstoff setzen wollen. Hier gibt es auch starke Berührungspunkte für die Neusser Politik. Schließlich soll die Stadt Neuss bis 2035 klimaneutral werden. Der Bundestagsabgeordnete sieht auch die Gefahr, dass chinesische Konzerne deutsche Unternehmen einfach aufkaufen. Um einen Ausverkauf deutscher Spitzentechnologie, wie bei der Solartechnik oder dem Roboterhersteller KUKA geschehen zu verhindern, muss diese Spitzentechnologie auf staatlicher Ebene massiv geschützt werden.

Heizungsanlagen der Stadtwerke auf Wasserstoff umrüsten

Von den Initiativen und Plänen der Stadtwerke Neuss beim Thema Klimaschutz, Einsatz von Wasserstoff und Dekarbonisierung berichteten Johannes Steinhauer und Roland Gilges. Dass die Stadtwerke bereits seit einiger Zeit für erneuerte Heizungsanlagen auch auf Wasserstoff umrüstbare Brennstoffzellen betreiben, war für viele Teilnehmer*innen bisher unbekannt. „Die Energiewende beginnt im Heizungskeller und auf dem Dach“, so Roland Gilges. Weitere Anwendungsgebiete für die Stadtwerke lassen sich seiner Einschätzung nach insbesondere aus der im Juni 2020 im Bundestag beschlossenen „Nationalen Wasserstoffstrategie“ ableiten.

Neuss zu einem Wasserstoff-Standort machen

Nach Ansicht der drei Referenten kommt Neuss mit seinem Hafen eine Schlüsselrolle in der Region zu. Denn zum Transport großer Mengen Wasserstoff, eignen sich Schiffe besonders gut. „Unsere gute Hafenanbindung und die Anbindung an die Schiene könnte Neuss zu einem wichtigen Wasserstoff-Standort machen“, sagt Heinrich Thiel. Auch vor dem Hintergrund, dass Neusser Hafen eine wichtige Rolle für den geplanten Wasserstoffkorridor von Rotterdam bis nach Genua spielen soll. Den politischen Schlusspunkt setzte der SPD-Bundestagsabgeordnete Arno Klare. „Ich erlebe die CDU ja in Berlin, Peter Altmeier als Wirtschaftsminister bremst den Umstieg auf regenerative Energien wo er nur kann“, so Arne Klare. Es sei aus seiner Sicht klar erkennbar, „dass die CDU in der fossilen Welt bleiben will“. Heinrich Thiel als unser wirtschaftspolitischer Sprecher kündigte am Abschluss der Veranstaltung an, gemeinsam mit allen Beteiligten an weiteren Initiativen zu arbeiten. 

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