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Besserer Hochwasserschutz für Neuss

Das Hochwasser hat neue Erkenntnisse gebracht und Schwachstellen im Neusser Hochwasserschutz offengelegt. Als SPD Neuss fordern wir nun die Bemühungen in Sachen Hochwasserschutz zu intensivieren.

Die schlimme Hochwasserkatastrophe im Juli hat Neuss zum Glück weitestgehend verschont. Die Stadtverwaltung war dennoch in Alarmbereitschaft. Darüber hat Ordnungsdezernent Holger Lachmann im Haupt- und Sicherheitsausschuss berichtet. Das Hochwasser habe auch für das Neusser Rathaus neue Erkenntnisse gebracht und Schwachstellen im Neusser Hochwasserschutz offengelegt. Als SPD Neuss fordern wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern die Bemühungen in Sachen Hochwasserschutz zu intensivieren, damit Neuss auch in Zukunft von einer solchen Katastrophe verschont bleibt.

Die Baustellen im Neusser Hochwasserschutz

Im Hauptausschuss hat Ordnungsdezernent Holger Lachmann drei Baustellen aufgezeigt. Erstens muss die Verwaltung die Alarmierungslisten aktualisieren. Zweitens sollen die Neusser Infrastruktur und das Tiefbaumanagement Flächen identifizieren, die ein Erfthochwasser überfluten könnte. Dazu muss die Verwaltung entsprechendes Kartenmaterial beschaffen. Drittens soll das Sozialamt Unterbringungsmöglichkeiten überprüfen. Im Falle einer Evakuierung von Häusern oder ganzen Stadtteilen, muss die Stadt dort die evakuierten Menschen unterbringen können. 

Kooperation fordert mehr Einsatz für Hochwasserschutz

Es muss aber noch mehr passieren. „Ereignisse wie Hochwasser und Starkregen werden uns in Zukunft weiter beschäftigen“, ist unser Vorsitzender Sascha Karbowiak überzeugt. Darum haben wir gemeinsam mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und UWG/Aktiv für Neuss im Hauptausschuss eine notwenige Aktualisierung des Klimaanpassungskonzeptes beantragt. Außerdem muss die Schaffung von Retentionsflächen geprüft werden, auf die das Hochwasser im Extremfall umgeleitet werden kann. Umweltdezernent Dr. Matthias Welpmann hat bereits entsprechende Bemühungen zugesagt.

Die Gefahren für Neuss

Solche extremen Wetterereignisse wie im Juli sind zwar selten, werden aber durch den Klimawandel begünstigt und könnten künftig häufiger auftreten. Würde ein extremes Hochwasser Neuss treffen, wären schätzungsweise 36.000 Menschen betroffen. Das zeigen Hochwassergefahren- und Risikokarten des Landesumweltministeriums. Im Neusser Norden gäbe es einen Rückstau im Nordkanal, der die Umgebung inklusive des Johanna-Etienne-Krankenhauses überfluten würde. Ähnlich erginge es beispielsweise dem Hafengebiet. Auch die Gebiete im Mündungsbereich der Erft wären von schweren Überflutungen betroffen – trotz bestehenden Damms. 

Klimaschutz und Klimaanpassung in Neuss voranbringen

Darum fordern wir in unserem Antrag die Fortschreibung des Klimaanpassungskonzeptes. „Wir wollen, dass unsere Stadt auf den Extremfall vorbreitet ist und die Neusserinnen und Neusser sicher sind“, erklärt unser Fraktionsvorsitzender Arno Jansen. Wir spüren die Folgen des Klimawandels bereits deutlich und müssen dem vorbeugen. „Die dramatischen Ereignisse im Juli bestätigen uns außerdem in der Absicht, unsere Stadt bis 2035 klimaneutral zu machen“, erklärt Sascha Karbowiak abschließend.

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