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Für mehr bezahlbares Wohnen

Neuss braucht mehr bezahlbare Wohnungen. Das ist seit vielen Jahren eine Kernforderung der SPD Neuss. Gemeinsam mit unserem Bürgermeister Reiner Breuer haben wir in den vergangenen Jahren einen „Richtungswechsel“ vollzogen. Der Neusser Bauverein hat den von der CDU jahrelang unterstützten Bau von teuren Luxushäusern endlich aufgegeben und konzentriert sich jetzt wieder auf sein eigentliches Kerngeschäft: Dem Bau von bezahlbaren Wohnungen. An vielen Stellen in unserer Stadt kann man die neue Wohnungsbaupolitik der Stadt Neuss bereits sehen. Alleine auf dem Alexianer-Areal und dem Leuchtenberg-Areal werden über 400 neue bezahlbare Wohnungen entstehen.

Keine Bauvorhaben ohne bezahlbare Wohnungen

Wir werden uns allerdings auch weiter für Verbesserungen einsetzen. Denn jeder zweite Neusser hat rein theoretisch einen Anspruch auf eine bezahlbare Wohnung. Aber nur für einen kleinen Teil der Neusserinnen und Neusser ist aktuell eine bezahlbare Wohnung verfügbar. Aus diesem Grund möchten wir bei allen neuen Bauvorhaben verbindlich festlegen, dass jede zweite Wohnung als bezahlbare, öffentlich-geförderte Wohnung errichtet wird. Bauvorhaben ohne bezahlbare Wohnungen lehnen wir als SPD Neuss im Stadtrat kategorisch ab.

Was bedeutet bezahlbares Wohnen?

Mit der Bezeichnung „bezahlbare Wohnung“ meinen Politiker in aller Regel „öffentlich geförderter Wohnraum“. Hier können Mieter einziehen, die über einen Wohnberechtigungsschein (WBS) verfügen. Darauf hat inzwischen jeder zweite Neusser Anspruch. Eine Alleinerziehende Mutter mit einem Kind hat beispielsweise bei einem Brutto-Einkommen unter 3.600 Euro im Monat Anspruch auf einen WBS A und bei einem Brutto-Einkommen unter 4.800 Euro im Monat Anspruch auf einen WBS B. Einen guten WBS-Rechner gibt es hier.

Die Miete darf bei öffentlich geförderten Wohnungen in Neuss höchstens 6,20 Euro (WBS A) oder 7 Euro (WBS B) pro Quadratmeter betragen. Die Stadt kann Bauträgern nur vorschreiben, wie viele Wohnungen öffentlich gefördert sein müssen. Darüber hinaus haben wir keinen Einfluss auf die Höhe der Mieten. Bei Bauverein (durchschnittlich 5,50 Euro) und GWG (durchschnittlich 6,10 Euro) gibt es auch Wohnungen mit geringerer Miete. Zum Vergleich: Die marktübliche Durchschnitts-Miete liegt in Neuss inzwischen bei 8,50 Euro pro Quadratmeter.

Fokus auf Mehrfamilienhäuser

Um mehr bezahlbare Wohnungen schaffen zu können, werden wir uns dafür einsetzen, dass in der Stadt Neuss bei allen neuen Bauprojekten der Fokus auf den Bau weiterer Mehrfamilienhäuser gerichtet wird. Dies auch vor dem Hintergrund, dass durch den Bau von Mehrfamilienhäusern im Vergleich zu Ein- oder Zweifamilienhäusern deutlich mehr Wohnraum durch weniger Flächeninanspruchnahme geschaffen werden kann.

Das Münsteraner Modell

Auf unseren Antrag hin wird in der Stadt Neuss aktuell das sogenannte „Münsteraner Modell“ umgesetzt. Die Stadt Neuss soll Grundstücke zukünftig nicht mehr an den Investor verkaufen müssen, der das meiste Geld bietet – sondern an den Investor, der möglichst viele bezahlbare Wohnungen mit günstigen Mieten schafft.

Förderprogramm für Vermieter

Nur durch den Bau neuer bezahlbarer Wohnungen werden wir die Probleme allerdings nicht in den Griff bekommen. Denn neue Wohnungen müssen zunächst einmal gebaut werden und verfügbare Flächen sind auch in unserer Stadt begrenzt. Aus diesem Grund setzen wir uns weiterhin dafür ein, dass die Stadt Neuss ein „Förderprogramm für bezahlbare Wohnungen“ gründet. Die Stadt soll Vermietern von teuren Wohnungen einen monatlichen Zuschuss zahlen, damit die Wohnung im Gegenzug für Neusserinnen und Neusser mit niedrigem Einkommen bezahlbar wird. Die Stadt Neuss übernimmt quasi einen Teil der vom Vermieter geforderten Miete.

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