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Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu Besuch

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat Neuss besucht und zeigte sich verwundert über die Ablehnung des Klimaschutzkonzeptes

Dem „kurzen Draht“ in die Spitzen der Bundes- und Landespolitik von Bürgermeister Reiner Breuer war es zu verdanken, dass wir am Mittwoch kurzfristig Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu einem kurzen Besuch in Neuss begrüßen konnten. Bevor sie gemeinsam mit Reiner Breuer das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern suchte, zeigte sie sich bei einem Rundgang durch den unter Bürgermeister Reiner Breuer neugestalteten und erweiterten Botanischen Garten der Stadt beeindruckt vom grünen Kleinod im Herzen des Dreikönigenviertels. Die Amtsleiterin des Amtes für Stadtgrün, Umwelt und Klima, Henrike Mölleken, hatte bei ihrer Führung durch den Botanischen Garten auch viele Tipps parat, wie man aus einem klimaunfreundlichen Steinvorgarten ein blühendes Kleinod schafft, das trotzdem pflegeleicht ist.

Svenja Schulze wirbt für Klimaschutzkonzept

Bei dem anschließenden Bürgerdialog überreichte Bürgermeister Reiner Breuer der Umweltministerin vor über 60 Neusserinnen und Neussern gleich zu Beginn den Entwurf des neuen Klimaschutzkonzeptes der Stadt Neuss. Diese hatte Teile des Entwurfs bereits im Internet gelesen und lobte die gute Grundlagenarbeit der Verwaltung. Keinen Hehl machte Svenja Schulze daraus, dass sie die Ablehnung des Konzeptes durch die CDU und insbesondere die Grünen nicht nachvollziehen konnte. „Sowas ist mir aus keiner anderen Stadt bekannt“, berichtete sie dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Arno Jansen, der die Diskussion moderierte.

Ministerin wirbt für Förderprogramme des Bundes

Die Ministerin betonte in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung von städtischen Klimaschutzkonzepten, weil diese die Grundlage für viele Förderprogramme des Bundes sind. „Ohne die konkrete und vielfältige Arbeit der Städte vor Ort, kann der Klimawandel nicht gelingen“, so Svenja Schulze.  Bürgermeister Breuer versprach deshalb mit konkreten Klimaschutzmaßnahmen nicht zu warten, bis auch Schwarz-Grün die Blockadehaltung aufgibt. Darüber hinaus warb der Bürgermeister dafür, dass die Bundesregierung die Städte stärker bei einer Mobilitätswende unterstützt. „Die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets bleibt eine Forderung der SPD Neuss, für die wir aber die Unterstützung von Bund und Land benötigen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Arno Jansen. 

Neuss mit Vorreiterrolle beim Insektenschutz

Doch nicht nur die Informationen zum Klimaschutz in Neuss interessierte die Ministerin. Sie zeigte sich besonders erfreut darüber, dass Neuss auch beim Insektenschutz eine Vorreiterrolle einnimmt. Denn die Stadt Neuss hat ein Glyphosat-Verbot durchgesetzt, Blühstreifen und Wildblumenwiesen geschaffen und eine Infokampagne gegen Steinvorgärten auf den Weg gebracht. Es wurde klar: Den Zusagen in der Diskussionsveranstaltung mit der Ministerin im Jahr 2018 zum Insektenschutz sind viele, konkrete Maßnahmen gefolgt. Svenja Schulze lobte zum Ende Veranstaltung, wie gut sich die Stadt Neuss unter Bürgermeister Reiner Breuer im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes entwickelt hat. „Ich komme immer wieder gerne in meine Heimatstadt und jedes Mal sehe ich neue Stellen, an denen sich etwas für Umwelt und Klimaschutz entwickelt“, so Svenja Schulze abschließend.

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