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Pläne für attraktivere Neusser Innenstadt nehmen Fahrt auf

Die Neusser Innenstadt soll attraktiver werden. Erste Pläne dazu werden jetzt in einer Testphase erprobt. Es soll mehr Platz für Fußgänger, Außengastronomie und den Radverkehr geschaffen werden.
in der Sebastianusstraße und am Glockhammer neu Räume für Fußgänger und Radfahrer mit einer hohen Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

Im Herzen der Innenstadt sollen in der Sebastianusstraße und am Glockhammer neu Räume für Fußgänger und Radfahrer mit einer hohen Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Auf den angrenzenden Straßen soll die Situation für den Radverkehr angenehmer und die Erreichbarkeit der Innenstadt mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln verbessert werden. So lassen sich kurz und knapp die Pläne der Stadtverwaltung zusammenfassen, die am 27. April mit breiter Mehrheit im Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung und Mobilität beschlossen wurden.

Wir hatten die Verwaltung im Januar beauftragt, erste Schritte in Richtung einer für den Radverkehr besser erreichbaren und autoreduzierten Innenstadt zu gehen. „Wir freuen uns, dass die Verwaltung innerhalb kurzer Zeit detaillierte Pläne erarbeitet hat die zeigen, was hier alles möglich ist“, erklärt unser Neusser SPD-Vorsitzende Sascha Karbowiak, der auch Vorsitzender des Planungsausschusses ist.

Mehr Platz für Fußgänger und Gastronomie

In beiden Straßen sollen neue attraktive Räume entstehen, die zum Flanieren einladen. Der Autoverkehr wird dafür entsprechend eingegrenzt. Die Sebastianusstraße bleibt von 06:00 Uhr bis 11:00 Uhr für den Lieferverkehr geöffnet und wird anschließend durch einen Hubpoller für den Autoverkehr gesperrt. „Insbesondere der Gastronomie möchten wir mit mehr Raum für die Außengastronomie neue Entfaltungsmöglichkeiten geben“, erklärt Juliana Conti als unsere mobilitätspolitische Sprecherin. Neben weiteren Flächen für die Außengastronomie sollen attraktive Sitzgelegenheiten, Spielmöglichkeiten für Kinder, mehr Grün und Verbesserungen für den Radverkehr wie Fahrradabstellanlagen und Fahrradboxen geschaffen werden. 

Weitere Verbesserungen für den Radverkehr

Wir freuen uns außerdem, dass mit der Planung weitere Punkte aus ihrem Kooperationsvertrag umgesetzt werden. Hierzu gehört, dass die Deutsche Straße, die Drususallee sowie die Hamtor- und Michaelstraße zukünftig als Fahrradstraßen ausgewiesen werden. Die Straßen dürfen auch weiterhin von Autofahrern genutzt werden, Vorrang auf den Straßen hat allerdings zukünftig der Radverkehr. „Damit schaffen wir eine attraktive neue Achse für den Radverkehr, die insbesondere für die vielen Schülerinnen und Schüler eine deutliche Verbesserung sein wird“, freut sich Roland Kehl als mobilitätspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen. 

Detaillierte Bürgerbeteiligung zugesagt

Den drei Kooperationspartnern ist es außerdem wichtig, alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie die Inhaber der Geschäfte frühzeitig über die Pläne zu informieren. „Die Verwaltung hat angekündigt, für jede Straße einzelne Beteiligungsformate durchzuführen und mit jedem Inhaber ein Einzelgespräch durchzuführen“, erklärt Carsten Thiel als Fraktionsvorsitzender von UWG/Aktiv für Neuss. Uns ist es außerdem wichtig, entsprechende Vorschläge oder Hinweise zu prüfen. So wurde beispielsweise sehr frühzeitig die Bitte an die Verwaltung gerichtet, zu prüfen ob für wegfallende Parkplätze in den beiden angrenzenden Parkhäusern neue Bewohnerparkplätze ausgewiesen werden könnten. 

Testweise Umsetzung als Verkehrsversuch

Die Pläne sollen vor einer finalen Umsetzung zunächst im Rahmen eines sechsmonatigen Verkehrsversuchs getestet werden. Hierbei werden lediglich provisorische Maßnahmen umgesetzt, die bei Bedarf kurzfristig wieder entfernt werden können. Umgenutzte Parkplätze könnten beispielsweise zunächst einmal durch extra angefertigte mobile Sitzecken oder durch Bauminseln umgestaltet werden. Die Maßnahmen sollen erst dann endgültig umgesetzt werden, wenn die Gastronomie wieder öffnen darf. „Wir hoffen, dass die Maßnahmen im Juli starten können und freuen uns über die positiven Rückmeldungen, die wir bisher dafür bekommen haben“, so Sascha Karbowiak abschließend.

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