Über 1.200 Wohnungen im neuen Hammfeld

Im Zuge der Landesgartenschau soll das Hammfeld umgestaltet werden. Wir erklären, wie es mit den Plänen für neuen Wohnraum weitergeht.

Die Pläne für ein Wohnquartier im Hammfeld werden konkreter. Im Hammfeld soll in den kommenden Jahren ein neuer Stadtteil mit über 1.200 neuen Wohnungen, Einkaufsmöglichkeiten und Infrastruktur geschaffen werden. Die ersten Pläne und Visualisierungen hierfür wurden in der vergangenen Sitzung des Planungsausschusses einstimmig beschlossen. „Das beweist dass es die richtige Entscheidung war, dass wir uns als SPD Neuss gemeinsam mit unserem Bürgermeister Reiner Breuer gegen den anfänglichen Widerstand anderer Parteien so sehr für die Landesgartenschau eingesetzt haben“, freut sich der SPD-Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeister Sascha Karbowiak.

Stadt Neuss arbeitet seit 2014 an Plänen

Seit 2014 hat die Stadt Neuss versucht, den Eigentümer der nicht genutzten Grundstücke im Hammfeld für eine Entwicklung zu gewinnen. Das hat aus unterschiedlichen Gründen nicht funktioniert. „Erst mit dem Zuschlag für die Landesgartenschau war der Eigentümer bereit, das Projekt gemeinsam mit der Stadt Neuss in Angriff zu nehmen“, sagt Sascha Karbowiak. Und das aus gutem Grund: Denn der neue grüne Stadtpark grenzt genau an die Flächen im Hammfeld an. Im Zuge der Bauarbeiten für die Landesgartenschau hat die Stadt bereits neue Wegeverbindungen für den zukünftigen neuen Stadtteil gebaut. Anschließend hat das Rathaus in relativ kurzer Zeit gemeinsame Ziele abgestimmt und ein Wettbewerbsverfahren durchgeführt, um den bestmöglichen städtebaulichen Entwurf zu finden.

Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie & Straßenbahn-Verlängerung

Bei dem hochkarätigen Wettbewerbsverfahren setzte sich am Ende der Entwurf des Hamburger Planungsbüros PBP durch. Neben den Wohnhäusern ist auch ein großer Supermarkt mit bis zu 2.200 Quadratmetern Verkaufsfläche geplant. Darüber hinaus ist Raum für Gastronomie, kleinere Gewerbeeinheiten oder auch eine Kita vorhanden. „Und auch die von uns seit vielen Jahren geforderte Verlängerung der Straßenbahnlinie 709 über das Hammfeld ist ein wichtiger Bestandteil der Planungen“, erklärt Juliana Conti als mobilitätspolitische Sprecherin der SPD Neuss. Deswegen machen wir bei der Planung in den kommenden Jahren weiter Druck und werden regelmäßige Berichte im Stadtrat fordern.

Über 360 bezahlbare und geförderte Wohnungen möglich

Durch die vorgegebene Quote für den bezahlbaren Wohnraum könnten hier in den kommenden Jahren weitere 360 öffentlich-geförderte und somit bezahlbare Wohnungen entstehen. „Das ist ein weiteres wichtiges Bauprojekt, da jeder zweite Neusser in unserer Stadt einen Anspruch auf eine öffentlich-geförderte Wohnung hätte“, erklärt die SPD-Vorsitzende Rosemarie Franken-Weyers, die auch den städtischen Planungsausschuss leitet. Leider will der Eigentümer des Grundstücks die öffentlich-geförderten Wohnungen nicht selbst errichten. Daher braucht es im weiteren Verfahren noch ein Projektpartner. „Angesichts der negativen Erfahrungen mit Unternehmen wie der LEG oder Vonovia wollen wir den Bauverein oder die GWG für das Projekt gewinnen“, so Rosemarie Franken-Weyers abschließend.

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