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Neusser Schulen erhalten keine Landesmittel für Tablets

Die Landesregierung lässt Neuss beim Förderprogramm für die Ausstattung von Schulen mit Tablets im Regen stehen. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern arbeiten wir an einer Lösung.
Tablets für Neusser Schulen

In der Woche vor der Bundestagswahl wollte FDP-Schulministerin Gebauer nochmal Punkte sammeln. Sie kündigte öffentlichkeitswirksam ein großes Förderprogramm für die Ausstattung von Schülerinnen und Schülern mit Tablets für den digitalen Unterricht an. Wie das Geld verteilt werden soll, lies die FDP-Ministerin dabei allerdings offen. Offenbar aus gutem Grund, wie sich jetzt zeigt.

Denn nun ist klar: Die Stadt Neuss erhält lediglich 142.000 Euro für das Theodor-Schwann-Kolleg. Alle anderen Neusser Schulen gehen leer aus. „Die Landesregierung lässt uns bei der Ausstattung für den digitalen Unterricht im Regen stehen“, sagen Arno Jansen und Susanne Benary, die Neusser Landtagskandidaten von SPD und Grünen, in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Corona hat Digitalisierung beschleunigt

Für beide ist klar: Die Corona-Pandemie hat dem digitalen Unterricht in den Schulen Schwung gegeben. „Diesen Schwung müssen wir jetzt mitnehmen“, sagen Jansen und Benary. Während der Pandemie konnten Kinder und Jugendliche ihr privates Tablet nutzen. Die übrigen Schülerinnen und Schüler wurden von der Stadt mit einem erheblichen finanziellen Kraftakt mit Tablets ausgestattet. Doch nun müsse dauerhaft sichergestellt sein, dass digitaler Unterricht möglich ist. Ohne finanzielle Unterstützung durch das Land müsste die Stadt Neuss jedes Jahr mehrere Millionen Euro für die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit Tablets für den digitalen Unterricht investieren.

Ein Konzept für Neuss

Als maßgebliche Akteure unserer Kooperation aus SPD, Grünen und UWG/Aktiv im Stadtrat möchten Arno Jansen und Susanne Benary aber trotz des erneuten Versagens der Landesregierung an einer Lösung für die Stadt Neuss arbeiten. „Die Schülerinnen und Schüler dürfen nicht die Leidtragenden sein, deswegen wird der Schulausschuss noch im November ein Konzept beschließen“, versprechen sie. Die fehlende Unterstützung der Landesregierung mache das nicht einfacher. „In unseren Klassenräumen sind Tablet und Bildschirm längst Standard geworden, aber die Schulfinanzierung der Landesregierung ist noch immer aus dem Zeitalter von Tafel und Kreide“, bemängeln Arno Jansen und Susanne Benary.

Landtagswahl entscheidet über Schulfinanzierung

Die Landtagskandidaten von SPD und Grünen versprechen, im neuen Landtag die Schulfinanzierung zu ändern. „Derzeit hangeln wir uns von Förderprogramm zu Förderprogramm und gehen dabei in Neuss noch leer aus. So kann es nicht weitergehen“, sagen Arno Jansen und Susanne Benary. Nach der Wahl müsse klar geregelt werden, wie die Tablets und Laptops für Lehrkräfte und Schüler bezahlt werden sollen.

Neuss hat keine starke Stimme im Landtag

Die fehlende Unterstützung bei den Tablets reiht sich in mehrere Entscheidungen der Landesregierung ein. So hat Neuss zuletzt auch bei Fördergeldern für das TG-Zentrum und die Ringerhalle eine Absage erhalten. „Neuss hat derzeit leider keine starke Stimme im Landtag“, sagt der Neusser SPD-Vorsitzende Sascha Karbowiak. „Der amtierende CDU-Landtagsabgeordnete ist offenbar zu sehr mit der eigenen Karriereplanung und seiner Nebentätigkeit in einer großen Kanzlei beschäftigt, mit der er sich jedes Jahr zwischen 40.000 und 60.000 Euro dazuverdient”, kritisiert Karbowiak. Die Neusserinnen und Neusser haben seiner Ansicht nach einen Landtagsabgeordneten verdient, der sich mit ganzer Kraft für die Interessen der Stadt Neuss einsetzt. „Damit die Stadt Neuss zukünftig nicht auf der Strecke bleibt“, so Karbowiak abschließend.

Einen entsprechenden Antrag der SPD-Landtagsfraktion finden Sie hier.

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