In nur elf Minuten mit dem RE 10 von Neuss-Weißenberg bis zum Düsseldorfer Hauptbahnhof? Dafür setzen wir uns mit einem Antrag ein, der in der kommenden Sitzung des Hauptausschusses beraten wird. „Wir möchten prüfen lassen, ob im Bereich der Gladbacher Straße an der schon existierenden Eisenbahnbrücke ein neuer Haltepunkt errichtet werden kann”, erklärt Jakob Schätzlein von den Neusser Jusos. Unsere Jugendorganisation hat sich intensiv mit dem Thema Mobilität beschäftigt und dabei unter anderem die Idee für den Haltepunkt entwickelt. Die bringen wir nun in die politischen Gremien ein.
Haltepunkt wäre große Verbesserung für Nordstadt
Ein zusätzlicher Eisenbahn-Haltepunkt wäre eine deutliche Verbesserung für die Anwohnerinnen und Anwohner in der Neusser Nordstadt. „Die Nordstadt gehört mit 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Stadtteilen in Neuss. Für den Arbeitsweg nutzen die Menschen derzeit die Buslinien der Stadtwerke, um den Hauptbahnhof zu erreichen oder das eigene Auto”, erklärt Dennis Fink. Er ist als Vorsitzender der Nordstadt-SPD und Wahlkreisbetreuer für Weißenberg ganz nah dran. Deswegen setzen wir uns mit unserem Antrag dafür ein, losgelöst von dem bereits geplanten Regiobahn-Haltepunkt Morgensternsheide schon jetzt in Gesprächen mit dem VRR die Umsetzbarkeit eines weiteren Eisenbahn-Haltepunktes detailliert zu prüfen. Die Schienen und Eisenbahn-Linien hierfür sind bereits vorhanden.


Infrastruktur bereits vorhanden
Mit dem Haltepunkt in Weißenberg könnte eine zusätzliche Schienenanbindung geschaffen werden. Damit könnten Pendler aus der Nordstadt ohne Umstieg nach Düsseldorf, Krefeld und Köln gelangen. Ein weiterer Vorteil: Die Fahrtzeiten würden sich reduzieren. So würde die Fahrtzeit zwischen Weißenberg und dem Düsseldorfer Hauptbahnhof nur knapp elf Minuten betragen. „Und das könnte auch den Busverkehr zwischen der Neusserfurth und dem Hauptbahnhof und den Autoverkehr Richtung Düsseldorf entlasten“, erklärt Juliana Conti, unsere mobilitätspolitische Sprecherin. Ein großer Vorteil: Die benötigte Infrastruktur wäre bereits vorhanden. Denn die existierende Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke 2610 wird bereits von den Linien des RE 10, (Düsseldorf-Kleve), RB 37 (Neuss-Krefeld) und des RE 7 (Krefeld-Rheine) genutzt: „Ein zusätzlicher Halt könnte die Nordstadt mit dem Schienenverkehr verbinden und das Bahnfahren attraktiver machen“, erklärt Dennis Fink.
Hohe Kostenübernahme durch VRR möglich
Auch für die Kosten für den Bau des Eisenbahn-Haltepunktes gibt es eine erste Einschätzung. Bis zu 90 Prozent könnte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) als Auftraggeber der Bahnlinien tragen. Die Stadt Neuss müsste „nur” knapp 10 Prozent der Projektkosten übernehmen. „Deswegen möchten wir die Stadt Neuss mit unserem Antrag beauftragen, die Voraussetzungen und die zu erwartenden Kosten in Gesprächen mit dem VRR zu prüfen, damit dann abschließend im Stadtrat das weitere Vorgehen beraten werden kann”, so Jakob Schätzlein. Mit dem zusätzlichen Eisenbahn-Haltepunkt würden wir jedenfalls ein neues Angebot mit einem großen Fahrgast-Potenzial schaffen.




