Für bezahlbare Wohnungen im alten Woolworth

Im leerstehenden Gebäude sollen knapp 90 Wohnungen entstehen
Außenansicht des alten Woolworth-Gebäudes vor dem Leerstand

Die SPD Neuss begrüßt grundsätzlich die Pläne des Eigentümers, in der leerstehenden ehemaligen Woolworth-Immobilie in der Niederwallstraße knapp 90 Wohnungen zu schaffen. Auf Initiative der SPD Neuss hat der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung und Innenstadtstärkung die Verwaltung allerdings aufgefordert und beauftragt, noch einmal mit dem Eigentümer zu verhandeln. „Denn in dem aktuellen Konzept sind bisher keine preisgedämpften und somit bezahlbaren Wohnungen vorgesehen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende und stellvertretende Bürgermeister Sascha Karbowiak. Der Antrag der SPD Neuss wurde am Ende mit großer Mehrheit beschlossen.

Leerstand wird zu neuem Wohnraum

Die Immobilie an der Niederwallstraße 2 in der Innenstadt steht seit Mai 2026 leer. In früheren Zeiten befand sich C&A in dem Gebäude, zuletzt die in den Hauptstraßenzug umgezogene Woolworth-Filiale. Der Eigentümer plant nun, das Gebäude zu einem Wohn- und Geschäftshaus umzubauen. In den Obergeschossen sollen knapp 90 Wohnungen entstehen, im Erdgeschoss eine attraktive Nutzung für Einzelhandel oder Gastronomie. Das Projekt soll über den sogenannten „Bauturbo“ des Bundes beschleunigt werden, der den Umbau von Leerstand in Wohnraum beschleunigen. „Dass an der Niederwallstraße neuer Wohnraum in der Innenstadt entsteht, ist ein richtiger Schritt für unsere Stadt“, erklärt der SPD-Stadtverordnete Tobias Schenkel als planungspolitischer Sprecher seiner Fraktion.

SPD-Initiative für bezahlbaren Wohnraum

Die SPD Neuss hat im Ausschuss darauf gedrängt, dass in dem Projekt auch preisgedämpfte und somit bezahlbare Wohnungen geschaffen werden. Das aktuelle Konzept der Eigentümerin sieht derzeit insbesondere Kleinwohnungen für junge Berufstätige vor – vor bislang allerdings ohne preisgedämpfte Wohnungen. Der Ausschuss hat jetzt mit breiter Mehrheit beschlossenen Fraktionen beschlossen, dass die Verwaltung mit dem Eigentümer nochmals verhandeln soll. „Denn bezahlbarer Wohnraum darf in einem Projekt dieser Größenordnung und angesichts der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt nicht fehlen“, sagt Tobias Schenkel.

Schaffung von bezahlbaren Wohnungen bleibt wichtiges Ziel

Die Schaffung bezahlbaren Wohnungen bleibt eines der wichtigsten politischen Ziele der SPD Neuss. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen wie eine verschärfte Quote für den geförderten Wohnungsbau umgesetzt, um genau dieses Ziel zu erreichen. Das zeigt auch Wirkung: Die Gesamtzahl der öffentlich geförderten Wohnungen ist in der Stadt Neuss zuletzt erstmals seit vielen Jahren wieder gestiegen. „Das zeigt, dass unsere beschlossenen Maßnahmen wirken und wir bei allen Wohnungsbauprojekten immer auch einen Teil bezahlbarer Wohnungen schaffen müssen“, so Tobias Schenkel abschließend.

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