Nach rund zwei Stunden zieht die Neusser SPD-Vorsitzende ein versöhnliches Fazit: „Es gibt immer noch etwas zu verbessern, aber alles in allem scheint mir: Das Leben in Uedesheim ist schön“, so Rosemarie Franken-Weyers. Die rund 40 Bürgerinnen und Bürger nicken zustimmend. Vorher war es im Clubhaus des Uedesheimer Tennis-Vereins um alle aktuellen Themen im Ort und in Neuss gegangen. Als SPD Neuss hatten wir eingeladen zu einer weiteren Ausgabe von „SPD Neuss im Dialog“.
Fragen der Bürger stehen im Mittelpunkt
Mit dabei waren der stellvertretende Bürgermeister und SPD-Fraktionsvorsitzende Sascha Karbowiak, SPD-Wahlkreisbetreuer Ralf Boje, die SPD-Parteivorsitzende Rosemarie Franken-Weyers und der Landtagskandidat Heinrich Thiel. Wie immer standen dabei die Fragen der Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt. „Wir haben uns gefreut, über die offene Gesprächs-Atmosphäre und das so vielen Menschen gekommen sind“, sagt Rosemarie Franken-Weyers.
Bericht über relevante Themen im Stadtrat
Zu Beginn informierte Bürgermeister Sascha Karbowiak über wichtige Themen aus dem Neusser Stadtrat. Er stellte die schwierigen Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat dar. Dort gebe es nur verlässliche Mehrheiten, wenn SPD und CDU zusammenarbeiten. Die SPD Neuss arbeite weiterhin mit Hochdruck an der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und weiteren Maßnahmen für eine sichere und saubere Stadt. „Wir haben es durch unsere Offensive für den bezahlbaren Wohnraum beispielsweise geschafft, dass die Gesamtzahl der öffentlich-geförderten Wohnungen in der Stadt Neuss in den vergangenen Jahren wieder zugenommen hat”, so Sascha Karbowiak.



Neubau der Fleher Brücke
Schon lange ein wichtiges Thema in Uedesheim ist der geplante Neubau der Fleher Brücke. „Als SPD Neuss werden wir uns weiter dafür einsetzen, die Belastungen für Anwohner möglichst gering zu halten“, sagte SPD-Landtagskandidat Heinrich Thiel. Er stellte aber auch klar, dass der Bau durch die Autobahn GmbH gebaut wird, die dem Bund gehört. Daher wird Heinrich Thiel im Gespräch mit unserem Bundestagsabgeordneten nochmal für Maßnahmen zum Lärmschutz weben und sich für einen breiteren Radweg oder eine Busspur einsetzen.
Was wird aus Friedenskirche und Kita?
Ein weiteres wichtiges Thema im Dialog war die neue Nutzung der Räumlichkeiten der Friedenskirche an der Rheinfährstraße. „Die evangelische Kirche hat entschieden, das Gebäude spätestens 2031 aufzugeben“, erläuterte Pfarrer Jens Bielinski-Gärtner, der als Gast zum SPD-Dialog gekommen war. Die Stadt und die Kirche seien aktuell in Gesprächen. Ziel sei eine weitere Nutzung – möglichst durch einen sozialen Träger.
Ralf Boje erläuterte seine Idee, das Grundstück in Zukunft auch für altersgerechtes Wohnen zu nutzen. „Ich bekomme jedenfalls oft die Rückmeldung, dass wir zu wenig Wohnraum für Senioren haben“, so Ralf Boje. Er stellte aber klar, dass die SPD Neuss erstmal offen für die Ergebnisse der Gespräche zwischen Stadt und Kirche sei.
Einige Bürgerinnen und Bürger waren mit der Sorge gekommen, was aus der angrenzende Kita Friedensbrücke wird. Das ist zwar noch Teil der Gespräche aber laut Jens Bielinski-Gärtner und Ralf Boje ist klar: Das Ziel ist, die Kita zu erhalten. „Für uns ist es wichtig, soziale Lösungen für das Gelände zu finden, die für alle tragbar sind“, erklärte Ralf Boje.
Wunsch nach besseren Busverbindungen
Auch das Thema Mobilität treibt die Menschen in Uedesheim um. Besonders über die Abschaffung des NEmo-Shuttles äußerten sich einige Anwesende unzufrieden. „Eine Fortsetzung des ‚NEmo‘-Angebotes war leider nicht mit der CDU zu machen“, erläuterte Sascha Karbowiak. Er versprach jedoch, dass die SPD Neuss weiterhin auf die Erarbeitung eines Folgeangebots dränge.
Auch ein weiteres Mobilitäts-Angebot wünsche sich die Menschen in Uedesheim. Die Stadtwerke bauen gerade an vielen Stellen in der Stadt sogenannte Mobilstationen, zu denen auch ein Carsharing-Angebot gehört. „So eine Mobilstation wünschen sich auch die Menschen bei unserem Dialog in Uedesheim“, sagt Ralf Boje. Er freute dich jedenfalls über den gut besuchten und konstruktiven Austausch. Die SPD will jetzt versuchen, alle Themen aufzugreifen und alle Besucherinnen und Besucher schriftlich über die Ergebnisse zu informieren.




