Die Pläne für den Neubau der Grundschule in Grimlinghausen werden konkreter. Erste Ideen hat der Bauverein jetzt im Schulausschuss vorgestellt. Die Pestalozzischule erhält einen Neubau, ohne während der Bauphase umziehen zu müssen. „Das ist eine richtig gute Nachricht für Eltern und Kinder in Grimlinghausen“, sagt unsere Stadtverordnete Christa Kirchhoff. Derzeit rechnet der Bauverein mit einer Investition von rund 46 Millionen Euro. Schulausschuss und Stadtrat erhalten weitere Details nach den Sommerferien und entscheiden dann final.
Die Pestalozzischule bleibt am Standort
Bereits im Februar 2025 hatte der Stadtrat auf Antrag von SPD und Grünen entschieden: Die Pestalozzischule und die Bezirkssportanlage bleiben an ihren jetzigen Standorten und werden saniert. „Die Pestalozzischule behält ihr wunderschönes und gut erreichbares Grundstück“, erklärt unsere Wahlkreisbetreuerin Christa Kirchhoff. Das war seinerzeit auch der überwältigende Wunsch der Anwohnerinnen und Anwohner. Auch die kommenden Generationen aus Grimlinghausen können sich durch unsere Initiative also an der Pestalozzischule am gewohnten Standort erfreuen, die Anwohner müssen sich keine Sorgen über erhöhtes Verkehrsaufkommen machen und auch abendliche Sportkurse und Vereinstreffen finden an gewohnter Stelle statt.
Neubau in mehreren Schritten
Damit der Schulbetrieb und der Neubau auf dem Grundstück stattfinden kann, hat der Bauverein einen Bauablauf-Plan erarbeitet. Die Schule erhält zunächst einen Neubau auf dem Schulhof. Anschließend wird das heutige Schulgebäude abgerissen und an dieser Stelle die Sporthalle gebaut. Danach wird die alte Sporthalle abgerissen.



Der Neubau der Pestalozzischule soll den Betrieb als dreieinhalb-zügige Schule ermöglichen. Wie bei allen neuen Grundschulen in Neuss, wird das Gebäude in Clusterbauweise geplant. „Die Zeiten von klassischen ‚Flurschulen‘ sind einfach vorbei“, erklärt Christa Kirchhoff. Dabei teilen sich mehrere Klassen Gemeinschaftsflächen und Mehrzweckräume, die dann auch von der OGS genutzt werden können. Zudem soll die Pestalozzischule eine neue Zweifeldsporthalle erhalten, die auch außerhalb der Schulzeiten genutzt werden kann.
Hochwasser-Gefahr und Römerfunde
Grundsätzlich hatte der Bauverein auch eine Sanierung geprüft. Das hätte jedoch aus mehreren Gründen nicht funktioniert: „Eine Schadstoff-Untersuchung hat gezeigt: Mit dem Bestand können wir nicht mehr arbeiten“, sagt Christa Kirchhoff. Weitere Untersuchungen und Berechnungen ergaben, dass das Schulgelände von einem möglichen 100-jährigem Hochwasser-Ereignis betroffen sein könnte. Und auch wenn die Schule nicht auf dem Gelände des ehemaligen Römerlagers errichtet wird, sind gleichwohl entsprechende Funde zu erwarten. „Das kostet Zeit und Geld“, sagt Christa Kirchhoff. Hochwassergefahr und Römerfunde kann die Stadt durch Anschütten und Überbauen umgehen. Entsprechend wird das Teil der Planung sein, die dem Stadtrat im Herbst zur finalen Entscheidung vorgelegt wird.




