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Neusser Schulen hissen weiße Fahne

Eltern, Lehrer und Schüler fühlen sich von der CDU-geführten Landesregierung zunehmend im Stich gelassen. Spätestens seit der kurzfristigen Umstellung bei den Corona-Tests an Grundschulen.

Mehrere Neusser Schulen haben sich jetzt an einem Protest der gegen die Corona-Politik der CDU-geführten Landesregierung beteiligt und weiße Tücher aus den Fenstern gehängt. Unser Landtagskandidat Arno Jansen hat dafür großes Verständnis: „Ich habe den Eindruck, dass es trotz der seit längerem bekannten Problemlage im Schulministerium keinen wirksamen Plan zur Entlastung der Schulen und zur Sicherung des Unterrichts gibt“, sagt er. 

Das Chaos bei den Pool-Tests 

Seit Beginn der Pandemie steigert sich der Frust bei Schülern, Eltern und Lehrer. Die veränderte Testung an Grundschulen hat das noch verstärkt. Es gibt weiterhin PCR-Pool-Tests. Die Pools werden jedoch nicht mehr aufgelöst. Stattdessen müssen Schüler eines positiven Pools am nächsten Tag wieder in die Schule gehen und dort einen Schnelltest machen. 

Die Kommunikation der ohnehin zuletzt kriselnden PCR-Pool-Test-Verfahren war gewohnt schlecht. Tagsüber sickerte die Info über die Labore durch. Erst abends nach 22 Uhr erhielten die Grundschulen dann die Nachricht, dass es eine kurzfristige Umstellung des Testsystems gibt. „Warum sowas nach zwei Jahren immer noch nicht klar kommuniziert werden kann, wird wohl das Geheimnis der Landesregierung aus CDU und FDP bleiben“, sagt Arno Jansen. Der Stadtelternrat hat bereits zuvor über chaotische Zustände rund um die Tests geklagt.  

Lehrerinnen und Lehrer sind am Limit 

Die Landesregierung verlangt somit weiter von den Grundschulen, dass die Lehrerinnen und Lehrer dort ständig im Akkord testen. So geht viel Zeit für die Durchführung von Unterricht verloren. Die ständige Dauerbelastung aus Testorganisation und normalem Unterricht wird zusätzlich zur Infektionslage zu weiterem Personalausfall an den Schulen führen.  

Das führt dann wieder zu mehr Unterrichtsausfall und zu noch höherer Belastung des Personals. Das Ministerium muss endlich eine Antwort liefern, wie die Schulen diesem Teufelskreis entkommen können. „Wir können froh und dankbar sein, dass die Lehrerinnen und Lehrer das alles auf sich nehmen, damit der Präsenzunterricht gesichert werden kann“, sagt unser Landtagskandidat Arno Jansen. Auch der Städtetag NRW fordert deshalb völlig zu recht Notfallpläne für Schulen und Kitas. 

Testzentrum hat Öffnungszeiten ausgeweitet 

Zumindest in einigen Teilen der Stadt gibt es nun eine Reaktion vor Ort. So weitet das Coronatestzentrum Teichmann seine Öffnungszeiten aus. Die Teststellen öffnen künftig bereits um 6.30 Uhr. „Während die NRW-Landesregierung konzeptlos auf die gestiegenen Infektionszahlen unter Schülerinnen und Schülern reagiert, handeln Unternehmen vor Ort vorbildlich und unbürokratisch“, sagt Arno Jansen. Er dankt Betreiber Daniel Teichmann für die schnelle Reaktion. 

Anstatt potenziell ansteckende Kinder in den Schulbus zu setzen, können Eltern morgens mit ihrem Kind ins Schnelltestzentrum“, erklärt unsere Stadtverordnete Verena Kiechle. Sie hatte die erweiterten Öffnungszeiten angeregt. Ihr Sohn geht gemeinsam mit einer Angestellten von Teichmann zur Schule.  

Der Grevenbroicher Daniel Teichmann betreibt Testzentren in Allerheiligen, Rosellen, Holzheim, am Berliner Platz in der Nordstadt und in Grevenbroich-Kapellen. In Allerheiligen und Rosellen soll das Testzentrum bereits ab Donnerstag um 6.30 Uhr öffnen. An allen anderen Zentren spätestens ab Montag. „Wenn Eltern erfahren, dass ihr Kind in einem positiven Pool ist, sollten sie sich am besten möglichst zeitnah anmelden“, rät Verena Kiechle. Ein Angebot vor den Schulen sei leider aus rechtlichen Gründen nicht möglich gewesen. „Die Konzession der Testzentren gilt immer nur für den jeweiligen Ort“, erklärt Kiechle. Also zum Beispiel für den Kirmesplatz in Rosellen. 

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